Heinz-Walter Hoetter

Das Gedicht von der verkehrten Welt

 

 

Am späten Abend, wenn ich sehr früh aufstehe.

Am Morgen, wenn ich dann müde zu Bette gehe.

Dann bellt der Hahn, dann kräht laut der Hund.

Dann trinkt die leere Flasche einen süßen Mund.

 

Die junge Köchin steckt den Ofen in das Feuer.

Drei Eier tanzen Tango. Mir ist nicht geheuer.

Die alte Bäuerin kehrt mit dem Stall den Besen.

Der Tresen hängt am Bauer, das war's gewesen.

 

Über mir der weite Boden, unter mir der Himmel.

Auf der Rennbahn wächst überall der Schimmel.

Die liebe Sonne lacht hell in der dunklen Nacht.

Und der Mond, der hat ganz laut darüber gelacht.

 

Das warme Bett, es steigt zu mir einfach hinein.

In den Fässern liegt der Keller ja so lieblich fein.

Der Gärtner den Garten in die schönen Blumen sät.

Das Auto mit Karacho zum schnellen Fahrer geht.

 

Tja, in der verkehrten Welt, da wird es toll getrieben.

Von den Gedichten werden die Autoren geschrieben.

Da hängt auch schon mal die Wand am Bilde fein.

Und das offene Fenster, es schaut zum Manne rein.

 

Nun mache ich aber mit dem Ende einfach Schluss.

In einer verkehrten Welt zu leben schafft Verdruss.

Ich will einfach nur in mein normales Dasein zurück.

In einer verkehrten Welt zu leben, das macht verrückt.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

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