Andreas Vierk

Muße



 

Vor lauter Muße funkeln diese Tage,
als lägen sie in der Vergangenheit.
Die Zeit vergeht. Sie träumt ihr Sterben weit.
Man singt von ihr und ihrer fernen Sage.

Die Milch ist überhaucht von goldnen Fäden,
und heute sind wir alle zukunftsschwanger.
Wir schlafen zwischen Mühlenbach und Anger
und singen träumend hinter Fensterläden.

Wie Landknechtstrommeln dröhnen Metropolen.
Sie hatten uns in Netz und Autobahnen
erstickt und uns die Zapfen Bleis gestohlen,


mit denen wir den Wert der Stunden maßen.
Doch heute atmet uns das große Ahnen
beim Schaukeln auf den meerumspülten Straßen.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.07.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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