Horst Fleitmann

Anglerglück

Der alte Klaus, war lange Zeit
sehr einsam schon, an Tisch und Bett.
Er suchte drum die Zweisamkeit,
so tageweise wäre nett.

Mal wieder herzen, schmusen, küssen,
erotisches Begehr erfüll’n,
nicht unbedingt drauf achten müssen,
nur nicht die Kissen zu zerknüll’n.

Er sieht gut aus, gesteht er sich
(oder er bildet es sich ein)
und macht's per Zeitung öffentlich,
es konnt' ja allzu schwer nicht sein.

Vier Wochen hat er inseriert,
kein Weib tat sich um ihn bemühen.
Nicht eine Frau war int'ressiert.
Fast kam sein Wunsch schon zum Verglühen,

bis er in einer Straßenbahn
mit der er hin und wieder fährt
ein ihm genehmes Weib sah nah'n:
Sie wäre dacht' er, nicht verkehrt.

Die Aufregung war ziemlich groß
als sich die Dame zu ihm stellt
Er gab sich endlich einen Stoß,
mann, wie ihm diese Frau gefällt.

Es überkam ihn das Gefühl
daß er sie gleich hat an der Angel.
"Den Fahrschein bitte", sagt sie kühl.
An solchen herrscht stets bei ihm Mangel.

Das Anglerglück lag ganz bei ihr,
ein Date gibt's später vor Gericht.
Klaus trank danach noch zwanzig Bier.
Wie er nach Haus kam, weiß ich nicht.

© Horst Fleitmann, 2019

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