Horst Werner Bracker

Das Schweigen der Wälder - im Bann der Stille






 

Das Schweigen der Wälder – im Bann der Stille

Ballade

Eine Vogelfeder hörte ich, fallen.
Hörte, der Spinne ihr Netz, weben,
sah, das morsche Holz, im Wald, zerfallen
und im Buchenwald, die Vielfalt des Lebens.
 
Die Stille griff nach meiner warmen Hand -
und führte mich zu den alten Buchen.
Die Mächtigste steht am Waldesrand,
ich begann, den Baum, zu suchen.
 
Ihr Anblick, - ließ mich in Demut verharren,
die Mächtigkeit, der wunderbare Habitus,
übertraf meine Vorstellungskraft und waren –
für einen Schöngeist, ein wahrer, Hochgenus!
 
Die Stille, die über allem lag, dass schweigen,
ringsumher, zeitgewordene Harmonie, so wunderbar,
als wollte die Natur, ihrem Schatze mir zeigen,
der von Menschen oft geschunden, missachtet war!
 
In Stille gedeiht, die ach,- so tiefgründige Poesie,
die ein Dichter, so oft vergebens, zu finden sucht.
Findet er sie, öffnen sie die Tore zur Fantasie,
er spürt mit Staunen, wie ihn die Muse ruft!
 
Aus der Feder fließen Worte dann, formen einen Satz,
reihen sich zu Versen, die Seele, zu besingen.
Dem Dichter ist's zu Mut, als fände er einen Schatz,
der leise tönend nun, zu seines Herzes Glück, erklingen.
 
Mir war's, - ich sei durch ein göttliches Tor gegangen,
betrat' den Wald, der hehren Künste, wo die Poesie wohnt.
Wo Poeten ihre musischen Inspirationen empfangen,
und das lyrisch, poetisch empfängliche Herz, belohnt.
 
Betrat den Wald der Stille, in der das Schweigen wohnt.
Nahm Platz auf einen Baumstumpf, der morsch, war.
Im Garten der Ödnis, wo eine große Buche, thront,
still und friedlich, wunderbar, war es, da.
 
Schaute, über eine fruchtbare Ebene, bis weit ins Land,
wo ich Gehöfte und viel Weidevieh grasen sah.
Sei gegrüßt, du schönes, deutsches Heimatland!
Glücklich der, - der hier seine Heimat fand, schön, sonderbar!
E-Mail 21. 07. 2019 E - Storie
 
 
*überarbeitete Fassung 2019.
 
 

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