Hildegard Kühne

Federleicht

Federleicht

 

So federleicht fühlst du dich,
schön der Gesang der Vögel nicht wich.
Auch noch von Fern hörst den Gesang,
bei so viel Freude wird’s nicht bang.

Der Wind frischt auf, das Segel bläht,
das Boot auf den Wellen schwebt.
Die Möwen sich im Kreise dreh'n,
und lassen sich vom Wind schön weh'n.

Vor lauter Glück fühlst du dich leicht,
die Fahrt wird ruhig, der Wind weicht.
Doch das Gefühl der Feder bleibt,
auch wenn dein Fuß das Ufer erreicht.

© Hildegard Kühne   24.07.2019



 

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Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
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