Horst Fleitmann

Als der Wecker schellt...

Montagmorgen. Sonne blickt durchs Fenster,
unbarmherzig hell, quälend ihr Schein.
Auf dem Stuhl dort sitzen wohl Gespenster,
und sie reden dauernd auf ihn ein.

Vor dem Bett sitzt er, nicht wirklich wohnlich
letzte Schnäpse spürt er auf einmal.
sie vereinen schließlich sich harmonisch
mit dem letzten Bier zum fetten Strahl.

Mit dem Auswurf füllt er seine Schuhe
und in einem lag sein Portemonnaie.
Schnaps und Bier verderben ihm die Ruhe.
Aus dem Mageninhalt wird ein See.

Auf dem Bett, am Fußend', ruht sein Schädel.
den er leidlich nur aufs Kissen bringt.
Ganz vergeblich sucht sein Blick ein Mädel,
als ein fremder Strumpf zu Tage dringt.

Langsam lichtet sich in ihm der Nebel:
Was ein schlimmer Abend, schwant es ihm.
Seine Lippen murmeln: »O, mein Schädel.« –
Und die Sonne will und will nicht flieh'n.

Leise lallt er: »Ober, noch 'ne Runde
Schnaps und Bier, ich habe solchen Durst.«
Einem Seligen schlägt keine Stunde.
Als der Wecker schellt ist ihm das Wurst!

© Horst Fleitmann, 2019

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