Angela Pokolm

Eine Kerze im Fenster

Eine Kerze im Fenster – ein winziges Licht,
Du gehst d’ran vorüber, beachtest es nicht.
Dein Auge sucht droben am Himmel den Stern,
Er leuchtet so hell und du hättest ihn gern.

 

Die Füße sie eilen und stehen doch still,
Der Weg ist so weit und der Sterne sehr viel.
Dein Auge sucht dennoch am Himmel den Stern
Er ruft dich, er lockt dich, er muss dir gehör'n!

 

Die Hände sie greifen und bleiben doch leer.
Wo ist nur der Stern? Du siehst ihn nicht mehr.
Dein Auge sucht flehend am Himmel den Stern –
Er leuchtet sehr kalt, ist unendlich fern.

 

Deine Seele ist müde und traurig dein Herz.
War all’ dein Bemühen im Grund nur ein Scherz?
Sucht nicht ein jeder am Himmel sein'n Stern?
Soll niemals im Leben ein Glanz dich berüh’rn?



Verzagt kehrt dein Sinn sich zur Erde zurück -
Und Freude und Staunen erfüll'n deinen Blick.
Dein Auge sieht unten im Dunkeln ein'n Stern,
Er leuchtet so freundlich und lächelt von fern.

 

Die Füße sie eilen und laufen geschwind,
Die Seele, sie freut sich und lacht wie ein Kind.
Dein Auge sieht vor sich am Wege ein Haus,
Da strahlt aus dem Fenster eine Kerze heraus.

 

Wie tröstlich erscheint dir das heim'lige Licht!
Du denkst aller Sterne und Lockungen nicht!
Der Schein dieser Kerze wärmt Seele und Geist,
Du fühlst nun, was wichtig im Leben man heißt:


Den Blick nicht in Fernen zum Glanze stets richt' -
Eine Kerze im Fenster, ein winziges Licht,
Ist heller als Sterne und wärmer als Glanz,
Ist näher als Ferne und gehört dir auch ganz.


Angela Pokolm

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