Karl-Konrad Knooshood

Meine kleine Welt

Meine Welt ist klein,

so soll, mag, darf sie sein,

überschaubar, etwas eingehegt,

begrenzt und doch weit,

und von Zeit zu Zeit,

über den Tellerrand geblickt,

ist meine Optik eingeknickt,

mitnichten, sondern sehr gepflegt,

 

Meine Welt ist klein,

mein Haus, mein Garten, mein (Schrebergärtner-)Verein,

Stammtisch, komm, ich lad dich ein!,

Ich kriege alles mit,

doch hier geht’s gemächlich,

und gesittet im Schritt,

mein Fokus ist beträchtlich,

doch ich ordne meine Kreise leise,

und hier sagen sich Fuchs und Meise,

gern ein gutes Wörtchen Nettigkeit,

sie steht nicht still,

doch ich will,

von der Welt nur Stückchen – von Zeit zu Zeit,

mein ist die Gemütlichkeit,

 

Die Gewalt da draußen ist mir fremd,

ich sitz ganz gern auf der Terrasse,

bin weder enggestirnt noch hirnverklemmt,

             und es gibt nichts, das ich ohne Anlass hasse…

Zwar lebe ich seit etlichen Jahren in einer
Großstadt (was in diesen Zeiten mehr als
abenteuerlich ist), doch liebe ich das
Überschaubare, das Dörfliche, die Gemeinschaft, die
auf dem Lande noch gegeben ist. Mit meinem simplen
Gedicht möchte ich das Positive betonen, die
Stimmung einfangen, die an solchen Orten herrscht.
Eine Art "Abschottung", aber eine notwendige. Eine
Art "Isolation", aber keine vollständige. Ein
Hinterwäldlerisches, aber nicht Weltfremdes, fern
von Straßengewalt, Hektik im ÖPNV, Abgasen, mitten
in der noch weitestgehend unberührten Natur. Und
mit Stammtisch, da es positiv sein kann, ein paar
Meinungsübereinstimmende zu haben. Da es wunderbar
ist, sich austauschen zu können. Eine kleine Welt
in der Welt, keine Parallelwelt, dafür eine, die
nur einen losen Anschluss an die laute, große,
hektische, bedrohliche hat. Eines Tages kehre ich
in den Schoß der Natur eines Dorfes zurück.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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