Horst Fleitmann

Mord im Museum

Angenehm ist es dann und wann,
wenn man an seinem freien Tag
in ein Museum gehen kann
und auch die Exponate mag.
Zum Beispiel für Kulturgeschichte
gibt’s ein Museum hier vor Ort
von dem ich im Detail berichte,
dort ausgestellt ist auch ein Mord.

Ein früher Mord der einst geschah,
verdammt lang her ließ ich mir sagen,
bestimmt weit über tausend Jahr,
genau konnte ich‘s nicht erfragen.
Da stand ein übergroßes Schwert
mit einem Handgriff, blutig-rot.
Man weiß nicht wem es mal gehört‘-
Doch sicher brachte es den Tod.

Denn gleich daneben, (schauderhaft),
erhöht stand ’s auf einem Podest:
Ein Loch, dass in ’nem Schädel klafft.
Das war ganz sicher nicht die Pest.
Zwei Schritte weiter, schwarz und grau,
auf einem Bügel hing ein Kleid.
In ihm starb sicher eine Frau,
man spürte förmlich Schmerz und Leid.

Dann sah ein Bild ich an der Wand,
darauf ein ziemlich dunkler Wald
zudem ein Mann, mir unbekannt,
der grad sein Schwert voller Gewalt
in irgendwas hinein wohl stieß.
Ich konnte nichts Genaues sehn,
doch war das Bild schon ziemlich fies.
Schickte mich an, weiter zu gehn.

Für mich war damit alles klar,
es ist der Mörder dieser Frau,
von der Schädel und Kleid wohl war.
Hab‘s kombiniert, scharf und genau.
Ich frage mich, warum verdammt
ist denn der Maler nicht vor Ort
zu dem Geschehen hingerannt
um zu verhindern diesen Mord?

Die Antwort gab das Bild mir dann
das mich in seinen Bann behielt:
Ein Bild verkauft sich gut nur dann
wenn man die Tat herunterspielt.
Man hat bisher nicht festgestellt
ob dieses Bild ein „Selfie“ gar,
und ob der Maler nicht der Held,
sondern vielleicht der Mörder war.

© Horst Fleitmann, 2019

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