Brigitte Waldner

Kiwara


Die Kiwara stehen an der Straße,
ich tu, als ob ich sie nicht sehe,
ich weiß, weswegen ich sie hasse
und einen weiten Bogen gehe.

Sie halten keine Radarpistole,
es gibt jetzt Messgeräte im Fahrzeug,
vermutlich machen sie wenig Kohle,
da selten wer die Straße entlangfährt.

Um einiges gefährlicher sind die beiden,
ich fühle ihre Blicke im Nacken
und kann sie überhaupt nicht leiden.
Am liebsten würden sie mich packen,

kopfüber in ihren Wagen stecken,
mir tausend Delikte unterstellen,
mich folternd belehren bis zum Verrecken,
ich sage zum Hund, er soll nicht bellen.

Ich wäre gar nicht fortgegangen,
wenn ich damit gerechnet hätte,
dass die am Abend Opfer fangen
aus Langeweile bei schönem Wetter.

Die Kiwara sind hier keine Handwerker,
ihr Job ist nichts für jemand integer.
Gymnasium hat auch keiner von denen,
das sind bewaffnete harte Schläger.

Sie können dir jedes Delikt unterstellen,
man muss einfach ja und amen sagen,
der Heilige Geist wird sie nie erhellen,
gar keiner von denen ist zu ertragen.

Ein Großcousin von mir war Kiwara,
im Alter bereute er seine Taten,
ich hätte es kaum für möglich gehalten,
privat war er gutmütig im Charakter.

Ein Kiwara säße oft im Gefängnis,
wenn er die Gewalt nicht ausleben könnte,
Entgleisungen brächten ihn in Bedrängnis.
Die Arbeit hält straffrei. Er nützt die Momente.

© Brigitte Waldner


 

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