Patrick Rabe

Apotheose now!

Apotheose now!

(ein deutscher Exorzismus)

 

Die Stadt kocht.

Babylon bläst einen Windhauch über die Hügel

und Christus fällt sextrunken auf sein Bett.

Erledigt, gefesselt von Babalons wilden Spielen und ihrem Marmeladenlächeln.

 

Auf den Straßen werden junge Türken zu Briefbotenfalken des osmanischen Reiches,

gewürgt von Kali, die sie mit 28 Händen durch ihre Dschingiskhanvergangenheit wirbelt und sie eintaucht in milde indische Currysuppe.

 

Die Freien erobern die Straße,

kicken zahlenlallende Statistikchinesen zur Seite

und vögeln in katholischen Kirchen, bis der Papst kommt.

 

Und sie treten die Türen ein und sehen ihn beten,

rasen mit Äxten auf ihn zu, um alles Christliche endlich zu vernichten,

doch er ist zu klein, und sie verfehlen ihn.

Lächelnd steht er auf, und sie zerhacken sich gegenseitig

im catholic-alcoholic -Beil-und-Chainsaw-Massacre.

 

Draußen reicht ihm, der mit dem Du verschmolzen ist,

eine hübsche Jüdin ein Pfefferminzblatt und einen Ölzweig,

und sagt zu ihm:

"Ich bin deine Braut, komm heim nach Israel, und nicht erst nächstes Jahr!"

Doch er antwortet ihr:

"Das mit uns kann erst was werden, wenn ich mit der blonden AfD-Schlampe gebumst habe,

und meine heilige Stadt bereinigt habe."

 

Da erwacht hustend das alte Europa

und er schreddert es im Südfrüchte-Entsafter,

packt sich die AfD-Nutte mit ihren blonden Lolita-Bund-deutscher-Mädel-Zöpfen,

und rattert sie auf der Straße,

bis die Wiener Schnitzel zu Wölfen werden,

die in Polizeiklamotten Schweine generieren und auf sie schießen.

Nur ihn treffen sie nicht, denn sie schießen immer vorbei,

er wehrt sie ab mit den Wundmalen an seinen Händen.

 

Darum wird sein Schwein zum Rind

und er versöhnt sich mit Juda,

dem einzigen von den zwölf Stämmen, der sich erhängte,

nachdem Er erhöht war

und sagt zu ihm: "Du bist nicht schuld, die Sache damals musste sein.

 

Ich würde gerne jetzt schon mit euch feiern,

aber ich muss hier nochmal benjaminmäßig den Jüngsten raushängen lassen,

bevor wir uns in Galliläa treffen können.

Hier stinkt es einfach zu braun,

um schon eine tempellose Gottesstadt bauen zu können.

Und ich bin einfach kein Jude.

Mein Reich Gottes duftet hanseatisch

und blüht als Lilie von Sharon

in den Knicks und Wiesen des herbsüßen norddeutschen Flachlandes.

Dort trinke ich meinen Wein.

Dort soll Jerusalem sein.

 

Doch Hitler stellen ich mich muss.

Der Imperator hat nicht alles, was gut war an Deutschland, getötet.

Es ist die Grandiosität, die meinem Vorvater innewohnte,

die noch in den heiligen Tempel gehört,

weil sie von Gott herkommt,

aber die Deutschland nicht spüren will,

weil er sie mit Hakenkreuzen erschlagen

und unter den Trümmern von Berlin beerdigt hat.
 

Ohne sie jedoch wird sich Deutschland immer wieder

mit pappiger Bürokratie und Political Corrrrectness den Mund stopfen,

bis er ein Wildschweinmaul mit gebogenen Stoßzähnen geworden ist

und explodiert.

Dann jagen sie die Sau ums Dorf, bis sie müde ist

und sperren sie wieder in eine Kuckucksuhr,

kleben einen "Solidarität-mit -Israel"-Sticker drauf

und sagen: "Sie ist ja gar nicht da. Und wenn doch, ist sie unser privates Vögelchen."
 

Grandiosität ist menschlich.

Ich muss sie hinzufügen zum Ölbaum.

Sonst ist mein Vater wirklich tot

und wird untot die Geschicke unseres Landes lenken."

 

Und er nimmt die Kippa ab

und geht nackt in den Kleidern eines Bildungsbürgers

ins Hofbräuhaus und schnappt sich die nächstbeste Zenzi, um sie ohne Zensur zu schnatzeln

und zu schauen, was für Kröten ihr aus dem Maul hüpfen.

Und er genießt den deutschen Rausch,

säuft ein Erdinger Heißbier nach dem anderen,

stopft sich Knödel und Weißwürste in Mund und Arsch

und liebkost die blaugewandete Zenzi

mit seinem beschnittenen Judenschwanz.

Und sie stöhnt: "Juda verrecke!"

und 10 goldene Kröten kommen aus ihrem Mund,

verwandeln sich in SA-Schläger

und kicken alle Türken, Neger und Chinocken von den bajuwarischen Langbeinhockern.

 

Herrlich, Herrlich, Herrlich

ist das Vorurteil.

Es befreit von allen Zwängen

und er kotzt der AfD ganze Kaskaden von Negerküssen und Zigeunerschnitzeln

in die blasse Muschi,

und ihr Kopf mutiert zur Billardkugel von Grace Jones.

Sie macht sein Hähnchenhaupt grade,

und er hüpft als Geißenpeter und Hauptmann von Köppeab blond und barfuß über die Alm,

fickt alle wohlgeratenen Bayern-Blondinen,

furzt den Blauweißen mit seiner s-teifen Hechtsuppe

die Brezn-und Wirtshauskultur ins Klo

und spült mit reinstem Jordanwasser.

 

Dann geht er auf die Wies'n und wandelt sie in den Hamburger Dom um,

kauft sich an einem Ramschstand ein Kruzifix und ein illegales Jim-Morrison-T-Shirt,

und besucht Hitler an seiner Losbude.

Hitler ist enttäuscht von ihm und seiner ganzen Jüdelei

und bietet ihm ein Kulturlos an.

Er lehnt es ab und gibt dem Ver-Führer einem Dostojewski-Band,

sagt zu ihm: "Sorry, du bist schön. Ich habe mich in mir getäuscht.

Ich bin deutschnational und ficke gerne in blau."

 

Er geht und lässt den alten Hitler,

dem alle Zähne aus dem Mund fallen, 

als verdatterten Opa an seiner Losbude zurück.

Da wird der Führer zum Syrer,

und wackelt als Penis auf dem Domgelände herum,

bis er gegen den Bunker stößt und ihn umschmeißt,

worauf tausende Mitglieder der Elimgemeinde

in Matsch gehüllt aus den Trümmern laufen

und den Matsch als braune Scheiße

mit Baseballschlägern über das Heilgengeistfeld kicken

und dann auf dem Rasen des Bremer Verweserstadions

ein Gülden Gül der Fremdenfeindlichkeit schießen,

worauf es Manna in Form von wohlriechenden Dönertellern

 mit Tsaziki, scharfer Soße und "Salat alles"

auf sie regnet

und alle Türken sie als "unsere christlichen Geschwister" abknutschen.

 

 

Er aber holt seine Jünger aus Galliläa ab,

heiratet seine jüdische Braut,

gründet auf dem Grund seines Herzens ein Christentum, das die Welt erhellt,

steht mit 10 Füßen in einem Swingerclub,

pfeift die Dämonen zum Cocktailholen herum,

und die nackte Jüdin reibt ihn mit Motoröl ein.

 

Patrick Rabe,28. August 2019, Hamburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.08.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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