Jürgen Skupniewski-Fernandez

Gedanken eines Baumes

Ich bin nur ein Baum unter den Grazien aller Leichtigkeit und Flüchtigkeit,
doch kenne ich meine Wurzeln tief dem Erdreich verbunden.

Das Graziöse tanzt in seiner Leichtigkeit, flirrt und schwebt periodisch über
Felder, Wälder, Seen, durch Lüfte.

Ich bin nur ein Baum, rau – mal knorrig, mal biestig, kann selbst Jahrhunderte
überblicken, meine Blätter mit Winden auf Reisen schicken.

Samen der Grazien gereifter Blütenkelche kichern überheblich im Sonnenlichte:
Ach seht nur diese Bäume ohne Verve, klobig und träge, ihre Früchte fallen nicht
weit vom Stamm, fürwahr am Sprichwort ist vieles dran.

Ich bin nur ein Baum im Sonnenlichte, umwinden mich Rinden, umklammern mich Borken,
und doch lebt in mir der Welten Stolz und meine Ringe bergen der Menschheit Geschichte.

Die Grazien zerfallen, zerbrechen zu Staub, ihren Hochmut fasst der Sänger, Poet in Gedichten.
Mein Schicksal liegt oft in Menschenhand, doch hat der Mensch auch meine Kraft erkannt
und sieht mich im neuen Lichte.

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