Horst Werner Bracker

Der Elende - eines Landstreichers Leiden -

 
Der Elende - eines Landstreichers Leiden -
Ballade
 
Ein graues Vlies des Schmerzes
Umhüllt sein Krankes, Sein
Kein Lachen, keines fröhlichen Scherzes
Erheitert sein Leiden, Sein!
 
Verstummt sein fröhlich, lachen
Der Augen Glanz für lange Zeit verloren
Ihm träumte, er säße im Todesnachen
Führe ins Himmelsreich, um aufzuwachen -
 
Befreit, von aller Schmerzen Pein
Umgeben, gepflegt von einer Engelschar
In einem schönen, goldenen Pflegeheim
Das Inventar die leckeren Speisen, wunderbar!
 
Noch in der Nacht auf kalter Lagerstatt
Der Bäume Zweige boten kaum Schutz
Viel erster Schnee vom Himmel herab
 Fichtenzweige boten keinen Wetterschutz
 
Hajo zog die Beine an, machte sich ganz klein
Bat um Gottes Schutz, für diese Sturmesnacht
Zu groß war seine Leiden, der Körper Pein 
 Die Nacht hat er im Wald zugebracht.
 
Als der neue Morgen zu grauen begann
Lagen Wald und Felder im weißen Kleide
Im warst, als hörte er Schwanengesang
Ein Lied, von, Walter von der Vogelweide
 
Es war des Schneesturms Präludium
Die Windharfe spielt des: «Sturmes Stakkato«
Wilde Klänge, gespielt auf ein atonales Harmonium
Mit gekonntem,» chaotischen Vibrato«
 
Ein wilder Sturm, der zum Orkan mutierte
Brachte Schnee in gewaltigen Mengen -
Tobte, randalierte, amputierte, blockierte
Auf den Wegen, lag Schnee in Großen mengen
 
Hajo lag, wie unter einer Lawine begraben
Es war ein kaltes Grab aus Eis und Schnee
Er wurde, sozusagen, lebendig begraben
Ehrlos begraben, als wäre er ein Tier, das tat weh
 
Das Unwetter tobte mit unverminderter Gewalt
Schon lag Hajo erfroren, in sein eisiges Grab
Es war, als ginge ein tiefer Seufzer durch den Wald
Auf einer Bahre, aus Schnee und Eis: »Seine Himmelfahrt!«
 
(28.08.2019) E Storie

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