Karl-Konrad Knooshood

Naherholungsgebiet (Bodycount)

Naherholungsgebiet (Bodycount)

(10.05.2017)

 

Es sollte einem grauen,

schaudern machen ob solch' Zeiten,

welches Gespür,

haben wir noch dafür,

gibt es mehr als bloßen, nüchternen Bodycount,

ein Zeichen fürs geringste Quäntchen von Mitleiden?,

 

Wenn dann wieder was geschieht,

der nächste Overkill, ein Terrorakt,

wird's wieder nett verpackt abgehakt,

wie ein Tag im Naherholungsgebiet,

denn das Einzige, das noch interessiert:,

"Hoffentlich wird's nicht von 'den Rechten' instrumentalisiert!",

 

Es sollte einen anwidern,

wie die Allgemeinheit der politisch Linken,

sich in Standardfloskeln verlieren,

Fakten verdreht, gilt 's, Terror zu bagatellisieren,

wie sie sich Sprüche klopfend anbiedern,

mit Betroffenheits-Dackelblick, stinkend,

vor Heuchelei und in ihrer Schundpolitik verklemmt!,

Seid vorsichtig, Leute, macht euer Testament!,

 

Wenn dann mal wieder was passiert,

ist man entrüstet für 'nen Augenblick,

die Nerven werden brav massiert,

nach kurzer Zeit gibt keiner mehr 'nen feuchten Fick,

's macht KLICK, das Leben geht heiter weiter,

laut überstimmen alles die Wellenreiter,

 

Euch ist nichts zu peinlich, Leute,

ihr habt die Macht und deutet,

es nach eurem Gusto ein,

euch anzuhören: Frust und Pein,

In diesem Leben checkt ihr's nicht,

spielt das harte Scharfgericht,

nur gegenüber den Rezipienten,

eures Wahns ohnmächtige Studenten,

sind wir, medial verfüttert an die Hunde!,

Mensch, stoppt! Ihr richtet 's Land zugrunde!,

Sitzt bessergestellt in hell-trauter Runde,

versprecht euch, uns was von "Sicherheit",

weil ihr Leidtragende zuletzt erst seid,

so gebenedeit unter Normalverderblichen,

vergesst nie: Ihr seid auch die Sterblichen!,

Denn wenn wieder Terror geschieht,

hilflos Vater vor dem zerfetzten Kinde kniet,

panisch alles schreit und blutend flieht,

(neue Übertötung, in the name of Islam, "heiliger Krieg"),

noch krasser, kranker, mehr Blut, mehr Opfer,

bleibt ihr (gleichgültig) schulterzuckende Sprücheklopfer,

entspannt aus sicherem Rückzugsgebiet:,

 

"Wir werden uns unsre freie Lebensweise,

unsre offene Gesellschaft von den Terroristen,

nicht kaputtmachen lassen!",

Euer Zug verließ längst der Wirklichkeit Gleise,

ihr seid wirklich mal hoffnungslose Optimisten!,

Wundert euch bitte nicht, dass euch so viele Menschen hassen!

Etwas überspitzt und noch nicht überall derartig
ausgeprägt mag das Problem sein, aber es findet
statt, dies sind reale Dinge, Eindrücke auch durch
die vielen Meldungen, die darüber zu lesen, hören
und in sozialen Netzwerken dokumentiert (teilweise
als Videos, Fotos, Audios) und kommentiert zu
finden waren, reale Bedrohungen und Gefahren, die
sich aufbauen in diesem Land, über die man selten
spricht, da gewisse Wahrheiten, gewisse Realitäten
nicht angenehm sind. Es ist hart, es ist nicht
schön, aber das Leben ist kein Wunschdenken. Eine
Blümchenwelt und Bonbonschönheit finden wir
höchstens in freier Natur - und auch dort nicht
überall - nicht jedoch auf der Straße, teilweise in
Parks, Freibädern, an Bahnhöfen, in Bussen,
Straßenbahnen und sogar Imbissbuden etc. So kann es
sein, so darf es aber nicht sein. Dennoch: Es kann
besser werden. Kritik muss jedoch sein. Dafür steh
ich mit meinem Namen und Werk. Liebe Grüße an alle
Leser und Co.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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