Karl-Konrad Knooshood

Last-Minute-Propaganda

Last-Minute-Propaganda

 

Auf den allerletzten Drücker,

vor Verzweiflung stinkend,

Vergleiche schal und hinkend,

wie reißerische Baum-aus-Boden-Pflücker,

alle Register Zücker,

im faden Versuch,

zu verhindern, was ihrem Ruch,

ihrem Framing nicht entspricht,

denn 's folgt die Wahl,

ihrer Agonie respektive Qual,

als "Jüngstes Scharfgericht",

 

Intentionen, ziemlich hanebüchen,

man durchschaut im Nu 's Unsubtile,

die Bekehrung, der "Exorzismus" sind softe Ziele,

als ließe sich mit 1000 Flüchen,

Allegorien und dummen Sprüchen,

wie in Industrielaborküchen,

neues Urvertrauen brauen,

als seien Brücken ins krass Konzise,

Mittel der Wahl, zu bauen,

in der Krise,

 

Wer zu wählen, was er will,

einmal entschlossen ist,

Geschichtsrevisionismusoverkill,

nützt bei ihm nichts,

wenn's in ihm gesprossen ist,

das Erkenntnislicht,

 

Wirkungslos wird all Erpressen,

mit dem, das vergangen und gewesen,

das wir nicht vergessen sollten,

doch vor Moral wird erst gegessen,

und keine Schuld ist abgegolten,

soll man vom Bösen das Erlösen,

vom Virus das Genesen finden!



 

 

Vor dem Tag der Sachsen- und Brandenburg-Wahl rieselte extrem viel Propaganda durch die abendliche Rieselmaschine. Im krampfhaften Bemühen, Analogien/Allegorien zum Schrecken und Terror, zu Tod, Leid, Zerstörung der Vergangenheit herzustellen, Vergleiche, die inadäquat und dementsprechend inakzeptabel sind, wurde auf mehreren ÖR- wie Privatsendern, natürlich "rein zufällig" wieder alles Mögliche übers Dritte Reich gebracht, als stünde in Sachsen und Co. die böse, böse, böse AfD direkt vor der Machtübernahme und würde bald Polen überfallen (oder warum kam auf PHOENIX ausgerechnet die Folge "Überfall auf Polen" des Doku-Mehrteilers "Der zweite Weltkrieg"?= weit hergeholt, ich weiß! ;-)) – oder als sei ein neues Pogrom in Sicht (oder warum lief auf VOX die mehrstündige Mammutdokumentation "Kindheit im Dritten Reich", bei der junge Typen verdächtig viele Fragen an ihre Großeltern stellten (mit aktuellem Touch natürlich!), die ihnen vom Krieg und ihren Kindheitserlebnissen erzählten, etwa "Warum gibt es heute Rassismus?" = a) was hat das mit damals zu tun, b) woher sollen Zeitzeugen automatisch wissen, warum es wann Rassismus gibt?).
Schön war allerdings, dass auf RBB nochmal "Der große Diktator" (1940, mit Charlie Chaplin) gezeigt wurde. 





 

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