Brigitte Waldner

Achtzig Jahre nach Ausbruch des 2. Weltkriegs


Mit Kriegen reduzieren sie die Menschen,
anstatt die Kinderanzahl zu beschränken,
sie produzieren weltweit lauter Krieger,
die sie gezielt in neue Kriege lenken.

Der Mensch, von sich aus böse, wie ein Feuer,
bejagt die Menschen straffrei ungehemmt,
im Krieg wird er zum wahrsten Ungeheuer,
das kein Erbarmen mit den Opfern kennt.

Wo einer fällt im Kampfe für das Vaterland,
hat er ihm nicht gedient mit seinem Tod,
posthum wird Heldenehre anerkannt,
wer sich zu kämpfen weigert, wird bedroht.

Die Jungen sind dem Kämpfen kaum gewachsen,
so führen viele die Befehle aus,
sie wählen zwischen töten oder sterben.
Sadisten sind sogar noch stolz darauf,

dass sie das Leben Zivilisten nahmen,
den Frauen, Kindern und den alten Leuten,
als dort im Sturzflug Bomben auf sie kamen,
und was sie sich bei Toten noch erbeuten.

Aus Dörfern kommt kein Mensch mehr lebend weiter,
im Rachefeldzug wird der Tod gebracht,
von Truppen, deren harter Einsatzleiter
den Auftrag gab zu einer Menschenschlacht.

Geplündert stehen Häuser hoch in Flammen,
die Frauen sind mit Flaschen zugestopft,
die Kinder, die aus den Familien stammen,
vom Blute überströmt und kalt geköpft.

Die Gänsehaut läuft über keine Rücken,
die Tränen fallen nicht mehr in den Schoß,
die Taten werden Krieger nicht bedrücken,
gehorsam folgen sie Befehlen bloß.

Die Krieger sind im Kriege keine Christen,
sie funktionieren blindlings ungewarnt,
wer Dienst verweigert kommt auf rote Listen,
wird deportiert, erschossen und verbrannt.

Mit Kriegen reduzieren sie die Menschen,
es werden halbe Völker ausgelöscht,
missachtet werden Rechte und die Grenzen,
das Blut wird von den Händen abgewischt.

© Brigitte Waldner

 

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