Brigitte Waldner

Christliche Kindesentziehung


Sie nehmen der Mutter das Kleinkind weg,
da sie es nicht versorgen könnte,
zum Austragen war sie gut genug,
zum unter Schmerzen gebären auch.

Sie nehmen der Mutter das Kleinkind weg.
Nachdem man sie länger massiv bedrängte,
fingiert man, es sei Gefahr in Verzug.
Die Staatsgewalt macht davon Gebrauch.

Sie nehmen der Mutter das Kleinkind weg,
begründen es damit, sie sei zu labil,
das ist aber unwahr, vielmehr ein Betrug,
Suizidgefahr besteht da kein Hauch.


Sie bringen das Kind zu seinen Vater,
der nicht Alimente bezahlen möchte,
selbst, wenn er nicht der leibliche ist,
das Kind an sich hat er nicht lieb.

Er hat eine Wut auf die Kindesmutter,
da sie sich - von ihm verschuldet - trennte,
er holt sich das Kind zu sich mit List,
wie er die Kindesentziehung betrieb.

Als Folge muss die Mutter zur Arbeit,
bezahlt an den Vater die Alimente,
zur Strafe, dass sie sich von ihm trennt,
die gerne bei ihrem Kind daheim blieb,


statt dass er sie beide finanzieren würde.
Es geht ihm ums Geld auf Kosten des Kindes,
zum Kindeswohl, das ist eher keins,
es wird das Liebste des Kindes verschmäht.

Das Kind ist für ihn eine lästige Bürde,
im Aussehen und Verhalten ähnelt
es seiner Mutter fast eins zu eins.
Er hasst sie so sehr, dass er überdreht,

dass es ohne Mama aufwachsen dürfe.
Sein Schicksal ist das, vom Vater verschuldet,
vom Staate vollzogen, das ist nicht meins,
wenn man ein Scheidungskind hintergeht.

© Brigitte Waldner

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