Sonja Soller

Der Tanz der Tänze

 
Am Wochenende, dass war abgemacht,
wir wollten in ein schickes Tanzlokal,
denn das Tanzen ist unsere Leidenschaft.
Der Tisch war reserviert,
der Ober nach den Wünschen fragte.
Ein guter Wein sollte es schon sein.
„Nicht zu schwer,
Sie wissen schon, wir wollen Tanzen“.
Der Herr Ober schenkte ein.

Die Musik war wirklich gut,
sie spielte leise,
um den eventuellen Tänzern einzuheizen.
Die Tanzfläche war etwas erhöht,
sodass einen auch wirklich JEDER sieht.
Eine Treppe, eine kleine, führt hinauf
oder hinab,
kommt darauf an, wo man gerade steht.
Ich wollte dieses nur mal nebenbei erwähnen.

 

Die Musik war wirklich gut.
Der Wein, er war sehr süffig.
Wir bestellten eine zweite Flasche.
Nun wird es aber Zeit,
ich rückte meinen Tanzrock zurecht;
ich machte mich bereit;
ich war soweit.
Meine Begleitung nahm meine Hand,
so wie man das eben macht
wenn man zur Tanzfläche schreitet.
Huch, da warn ja diese Treppenstufen,
hoffentlich hat niemand was bemerkt.

Die Musik war wirklich gut,
die Tanzfläche fast zu klein für uns.
Gott Lob waren nur wenige
Paare auf der Fläche zum Tanzen.
Wir tanzten im Kreis und hin und her,
die Beine, eins davon,
um die Hüfte des Partners geschlungen,
 mit dem neuen Tanzrock
ich wischte den Boden auf, ist mir gut gelungen.

Die Musik war wirklich gut.
Ich wurde durch die Luft gewirbelt;
wieder aufgefangen,
um ihn herum und wieder weggeschoben.

HALT ! STOP !

Ich verlor den Halt unter den Füßen,
schon wieder diese Treppe;
was soll das hier?
Im besten Falle sollte man die Treppe in aufrechtem Gang benutzen,
sie war nicht gemacht fürs
Rutschen.
Der Sanitäter fragte, ob ich Alkohol getrunken hätte.
„Ich bitte Sie, dies ist ein Tanzlokal“.
Wir sagten beide nun nichts mehr.

Im Krankenhaus angekommen
war's dann doch nicht so schlimm wie angefühlt.
Knie verdreht, Fuß verstaucht, zwei Rippen geprellt.
Es hätte wirklich schlimmer kommen können.
Wo ist nur mein Begleiter hin?
Ich habe ihn nicht mehr gesehen.

 

 

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Sonja Soller).
Der Beitrag wurde von Sonja Soller auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.09.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Feuerblumen in Arkansas? von Helga Eberle



Anna Schnidenwind, geborene Trutt, wurde in Endingen als Hexe im Jahr 1751 verbrannt. Nachdem die Kräuterfrau Ela der 12jährigen, rothaarigen Katharina davon erzählt hat, kommt diese in einen Schockzustand mit der Folge, dass sie sich mit dem Schicksal von Anna identifiziert. Katharina ist die Älteste in einer großen Familie und trägt früh an Verantwortung. Simeon, ihre große Liebe verliert sie nach zwei Jahren Ehe. Der 28 Jahre ältere Notar verliebt sich in die hübsche, rothaarige Katharina. Als seine Frau verstirbt, hält er um Katharina an. Um die Versorgung des kleinen Julius zu gewährleisten, sagt sie zu. Es werden Kinder geboren, obwohl Katharina keine mehr wollte, und sie sterben. Kleine Gräber mit Feuerblumen zeugen von ihnen. Aus Julius wird ein gefragter Konditor. Er heiratet Marie und macht sich selbständig. Es entsteht in Krozingen das renommierte Café Dirr. Dazu braucht er Geld. Seine Mutter, Katharina, ist Witwe und muss sich mit dem Amt in Emmendingen streiten. Trotzdem überlässt sie ihm ihr Kapital und will nur Zins von ihm, damit sie leben kann. Dieses wird ihr versprochen. Doch alles kommt anders. Die drei Dirr-Mädchen müssen in dem Geschäft mitarbeiten Gegen Vaters Widerstand wird Paula Klavierlehrerin. Der erste Weltkrieg mit folgender Inflation ist für das Leben und Fortkommen bestimmend, der Zusammenhalt in der Familie lebensnotwendig. Als Paula ihre erste Liebe im Krieg verliert, hilft ihr die Musik den Schmerz zu lindern. Sie gibt in Freiburg Konzerte und hat mit Daniel eine neue große Liebe gefunden. Haben Paula und Daniel eine gemeinsame Zukunft?

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Humor - Zum Schmunzeln" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Sonja Soller

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Sei wie du bist von Sonja Soller (Nachdenkliches)
Schlechte Augen von Lizzy Tewordt (Humor - Zum Schmunzeln)
lächeln von Hans-Jürgen Braun (Gefühle)