Beate Loraine Bauer

So stark bin ich


So stark bin ich


In der Wechselwirkung täglicher Barrieren Teilhabe am WIR leben…
Aus den körperlich-schmerzvollen Defiziten auch Atemqualität schöpfen.
Im Wissen des Hier und Jetzt dass Krankheit als gieriger Schmerzmantel
mehr Körperfläche ergattert
Demut und Dankbarkeit kennend.
„Normale“ Beweglichkeit nicht mehr erlangend.

Im endlichen Hamsterrad von Anforderungen im Gezeitenwechsel
das Üben – Straucheln – Hinfallen und AUFSTEHEN andauernd trainieren.
Wie Phönix aus der Asche in Ausdauer drillen.
Das Leben nicht „nur“ ergreifen, sondern wahrhaft begreifen.
Augen die sehen – Ohren die hören -
in der Seele spüren, was Leben alles ausmacht
und dabei schon die ersten Erlebnisse als Schätze entdecken dürfen.
Farben – Formen – Landschaften mit den Augen erfassen und aufnehmen.
Virtuose Vogel-Serenaden und mehr hören zu können -
das sind aufmerksame Momente, Glücksperlen.
Nähren freudvoll. Geben Mut, innere wie äußere Grenzen zu überwinden,
Ängsten und Sorgen ins Gesicht zu sehen.
Gefühle zuzulassen und bewusst zu akzeptieren,
das Eine oder Andere loslassen.

Mich von Begegnungen, die mich behindern,
im Unverständnis den körperlichen Einschränkung gegenüber.
”Das muss doch besser werden” oder (indirekt)
“Was machst Du falsch dass es noch so ist…”
lösen tiefe Tränenmeere aus.
Das schwächt – zwingt zeitweise in die Knie,
ja – weil jeden Tag aufs Neue
Kraft – Wille – Disziplin
gefragt wie umgesetzt werden muss.
N o r m a l i t ä t -
hat unterschiedliche Morgenhimmel und andere Erfahrungsebenen.

Wo Fragen und Kümmernisse hochsteigen wie unüberwindbare Berge -
Antworten nicht parat liegen – nur durch Suchen gefunden werden können.
Für Radfahren – schwimmen – Spaziergängen – Wanderungen
oder Klettern absolut real Erlebnisdürre herrscht,
ein Starr geschnürter Eispanzer quälend den Körper erobert.
mächtig – nachhaltig - hohe Grenzzäune setzt.
Atemlose Wehmutsblicke beim Beobachten vitaler Zeitgenossen
oder sportlichen Medienberichten.
Ich bewundere die Paralympics und finde die Persönlichkeiten und Sportziele grandios –
ja fantastisch!
CHAPEAU!



Ohne Neid, eher mit purer Begeisterung – denn da weiß ich zu sehr,
wo ich stehe – wo ich klein bin an Möglichkeiten wie Schmerzüberwindung.
Demut atmend.

Doch ist es mir wichtig, mein Dasein autark zu gestalten.
Das bedeutet durchaus, altes Körpergefühl für Situationen oder Handgriffe zu mobilisieren.
Zurück zu gewinnen!

Das heißt auch, dort unzählige kleine Abschiedstode zu sterben…
Allzeit zu investieren in verschiedenste Heilmethoden und Mobilisationsbrücken
um eine gewisse Grundbasis zu fördern oder zu erhalten...
Denn finanzielle Sicherheit gibt es nicht
und – nein – ich will nicht noch mehr teilnahmslos ins Abseits der Gesellschaft gestellt werden.
Gerade deshalb ist es wichtig, dem Lebenslicht einen Sinn, einen Inhalt zu geben
wie liebevollen Seelen-Herz-Farben stetig neu zu erwecken.

Beweglich in den Atemreisefluss fließen, kreisende Gedanken wie Vögel Ruhe tanken,
Empfindungen eine sensibel leise Melodie wie eine Harfe spielen zu lassen.
Sich mit seinen individuellen Träumen und Sehnsüchte anzunehmen –
ihnen Gegenwart einzuhauchen.
Gesicht zeigen – Stimme werden, ohne Wenn und Aber.
Aufrecht gehen. Mit Rückgrat eigenverantwortlich einstehen für sich und die Schwachen.
Respekt – Würde – Toleranz – Akzeptanz sind keine leeren Worthülsen,
sondern aktiv Eingebrachtes im Ich und Du – dem WIR.

Der eigenen besonderen Bedürfnissen gewahr sein -
ohne damit schon als be“hindert“ ausgestempelt
In die zweite oder dritte Reihe eingegliedert zu werden.

Ein eindeutiges wunderbares “JA! ”dem Leben lachend dankbar zuzurufen.
Mit Körper, Seelen und Herz Tango tanzen.
Freiheit empfinden. Der Leichtigkeit des Seins der Entfaltung
kreative Schmetterlingsflügel schenken,
so können sich Chancen – Gaben – Wandel offenbaren.
Erinnerungs- wie Heutebilder mit freudig fantastischen Farbkonturen
malen lassen.

Alles ist möglich – wenn ich mich täglich ungehindert mit all meinen Sinn
wie meiner persönlichen Körpersprache aufmache, das Leben zufrieden zu entdecken.
Glücklich und dankbar – weil ich gute Freunde auf all meinen Lebensspuren weiß

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.09.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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