Brigitte Waldner

Schwerer Diebstahl mit Sachbeschädigung und Körperverletzung


Der Diebstahl geschah in der Nacht,
das Plündern geschah auch am Tage,
der Nachbar kam täglich mit Schlüssel ins Haus.
Die Schlüssel waren geklaut,
die Sachbeschädigung teuer,
im Schlaf wurde man überwältigt betäubt,

vergewaltigt und herzlos beraubt.
Der Körper war blau voller Flecken
von Fingerabdrücken der Räuber bei Nacht.
Das tat beim Aufwachen weh.
Geprahlt mit Beute aus Diebstahl
ward wieder dreiste vom Räuberbalkon.

Er leugnete strikt, was er tat.
Mein Nachbar zeigt drei Gesichter:
normales für andere Leute im Ort,
ein trollhaftes Grinsen zu mir,
gefährliche Blicke beim Einbruch.
Das ist kriminell, schizophren und Manie.

In Kleptomanie ist er gut,
in Schizophrenie ist er besser,
am leichtesten handelt er wohl kriminell,
das ist sein Supertalent.
Der siebenköpfige Hydro
zerstört und er nimmt, was sich bietet, aus Gier.

Was machen die Kiwara da?
Nichts machen die Kiwara jemals.
Die kann man vergessen, die glauben es nicht.
Sie schauen nicht einmal nach,
sie haben Angst vor dem Abgrund
und lassen den Räubern die Freiheit zum Raub.

Das kann aber gar nicht so sein.
Das ist aber so aus Erfahrung.
Was nützt ein Diskurs ohne Intelligenz?
Die haben kein Abitur.
Durchschauen ist nicht vorhanden,
verstehen ja nichts von dem, was man sagt.

Das kann aber anders auch sein.
Das ist sehr wohl möglich, vermutlich.
Was hinter den Türen passiert, weiß man nie.
Wie schützt man sich vor dem Raub?
Man kann sich nicht davor schützen.
Nicht einmal ein Hund schreckt die Räuber zurück.

Man will es bezweifeln und doch:
Die hiesige Kiwarei liest die
Gedichte seit längerer Zeit auf Befehl
des örtlichen Chefs, das ist klar.
Es mögen Wunder geschehen.
Sie glauben ja nichts und verfolgen es doch.

© Brigitte Waldner

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