K.N.Klaus Hiebaum

H O C H W A S S E R _________ 8 _ 02


Gestattet mir,
anlässlich der derzeitigen Katastrophe in Bangladesh,
ein paar Gedanken weiterzugeben,
die mir im Sommer 2oo2 gekommen sind,
während im Radio dauernd die Nachrichten
vom Hochwasser in Europa über mich hereinprasselten.


HOCH-WASSER (12.8.o2)

› Schreckensmeldungen: Hochwasser in Asien, Afrika, Südamerika!
›Ganze Länder zur Hälfte unter Wasser,
Millionen auf der Flucht!
Wir sehen die Bilder und vergessen sie wieder,
wie die Reden der Politiker und die Filme aus Hollywood.
Man sagt zwar, die Welt sei so klein,
sei ein großes Dorf geworden (auch durchs Internet),
trotzdem, wir lassen uns von diesen Nachrichten kaum berühren.

› Nun trifft es Europa!
Mal was anderes,
ein bisschen spannender.
Von Berlin bis Sizilien, von Spanien bis zum Schwarzmeer!
Nun trifft es uns:
Den Nachbarstaat, das Bundesland im Westen, im Osten und auch im Norden. ---
Berührt es uns???
Wir reden darüber,- aber sonst...

› Es regnet weiter, wie aus Kübeln - flächendeckend 100 bis 300 lt/m².
› UNSER Bundesland ist betroffen, der Nachbarbezirk, die Nachbargemeinde!

›Es wird ungemütlich. -
Langsam kriecht uns doch ein leises Schaudern über den Rücken.
Aber solange es nicht uns selbst betrifft ändert sich nichts.
Oder?
Vielleicht ein paar Gedanken
über die “begrenzte“ Allmacht des Menschen
oder seine Ohnmacht,
über Mitgefühl der Menschen
oder die Unbarmherzigkeit Gottes!?
Oder über Vergänglichkeit.

› Aber - “das Leben geht weiter“ -
unser Herz, unser Handeln ... es ändert sich nicht, wozu auch?
uns hat´s ja “Gott sei Dank“ nicht getroffen!

› Es scheint wirklich, als sei die einzige Möglichkeit uns BETROFFEN zu machen,
- dass wir SELBST getroffen werden.

Aber selbst dann, ist das noch keine Garantie dafür, dass sich Wesentliches IN uns ändert,
auch nicht dann, wenn sich unsere äußeren Umstände geändert haben.



› Oh Gott - mögest DU doch mit den reißenden Sturzfluten
die Gleichgültigkeit aus den Kellern unserer Herzen fortspülen
und gleich den ungeheuren Wassermassen,
die alles durcheinanderwirbeln,
unsere “allzu MENSCHLICHE Wertordnung
...........(verzeiht, hier geschieht schon wieder eine Wert-Verdrehung,
............muss es nicht heißen: unsere UN-MENSCHLICHE Wertordnung)
durcheinanderwirbeln,
um unsere Werte nach DEINER Ordnung ins Lot zu bringen,
um uns aufs Wesentliche zu besinnen
und unser Leben DANACH auszurichten.

Peter


P.S.: Hab erfahren dürfen, dass es damals auch sehr viel an tatkräftiger
und finanzieller Hilfe und Solidarität gegeben hat!
Dank und Anerkennung dafür!!!

....wenns aber weit genug weg ist....
....ist obiger Text....
....sicher ... nicht aus der Luft gegriffen!


Einen Vergleich vom Hochwasser
mit dem Schmerz des Weggerissenwerdens der Kinder durch die Trennung
findest DU unter "SCHEIDUNGS-SCHMERZ" bei meinen Kurzgeschichten
als Brief an die Familie.

Und noch ein neues gedicht auf altem Platz:
"LEBENS-HERBST"
K.N.Klaus Hiebaum, Anmerkung zum Gedicht

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