Karl-Konrad Knooshood

Der Geschmack der Stadt

Der Geschmack der Stadt

 

(27.11.2016)

 

Es riecht nach Schwimmbad,

hier vortrefflich, gechlort beträchtlich,

ein wenig nach Gülle, Scheiße und Phosphat,

nach Kaffee, der zu lang gezogen hat,

irgendwo nach Wald und Schrat,

- Nase rümpfet mancher Mensch verächtlich,

 

Doch mich stimuliert 's, ja, inspiriert 's gar übermächtig,

ich weiß nicht recht, warum,

doch: Ich find's olfaktorisch prächtig,

und schnuppere intensiv mich um,

 

Es stinkt nach Abgasen, Pollution,

nach Straßenstaub und Giften,

nach diverser Küchengerüche Kombination,

abgestandenen Fluiden, wie von Druiden gebrauter Emulsion,

nach Fleischabfällen, Kompost-Depravation,

eine kloakige Komposition:,

Falls möglich, geh'n die Meisten stiften,

 

Doch ich find's geil und lieb's wirkmächtig,

wie's mir in die Nüstern zieht,

Moder, Gammel und Müll so prächtig,

sind meiner Nase Spezial-Fachgebiet,

 

Nun ja, wie soll ich sagen?,

Das Leben stinkt zum Abwinken,

ich steck hinein inmitten meinen Zinken,

so ist's leichter zu ertragen,

 

Es mufft, oh Pestilenz-Hauch,

wie geradewegs aus der Hölle importiert,

nach alter Suppe, Würstchen, Lauch,

nach ranzigem Fett und Schweinebauch,

nach Speiseresten, bierseligen Festen auch,

Qualm, Essenzen, Würzen, Rauch und Schmauch,

Eine Mischung, die nur Wenige euphorisiert,

 

Ich jedoch kann nichts dafür,

der Planet ist unser Unkrautbeet,

ich liebe 's, wenn ich's spür,

mir Ekelbrise in die Flügel weht,

mir ist's Ehre, meiner Nase Nasikür!

 

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