Andreas Vierk

Vierzehn

Sonate für’s Prager Klavier

 

 

Vorm Fenster hocken neunzehn Meisen.
Ich werde dich im Mai verspeisen,
bittersüße Maid aus Linz,
mit Wangen ganz aus Pfefferminz.

Ich mache dir ein schönes Kind,
des Engel neunzehn Meisen sind.
Du schenkst es mir in Budapest
mit Praliné zum Weihnachtsfest.

Und seine linke Eierwade
ist Brüss‘ler Nougatschokolade.
Vorm Fenster neunzehn Meisenkaiser
schreien sich im Schnee ganz heiser.

Und bricht der Sommer wieder an,
juble ich (dein Ehemann),
Mandelbutterkeks aus Linz

unter Meisen (neunzehn sind’s).



 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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