Andreas Vierk

Berührung der Kühle



 

Jünger sind wir als der Wind und älter,
und eine Handbreit über aller Zeit
verankert, doch libellenflugbereit,
und werden an den Lidern immer kälter.

Mit Orchideen im Knopfloch und im Haar,
zerschmelzen wir in unsre eignen Schatten.
Uns zu verführen oder zu begatten,
zerbröselt an den Flanken Jahr um Jahr.

Das bleibt: die Kleiderpuppe und die Treue,
die uns an unsrem Atem würgen lässt
und in den Händen glänzen lässt das Neue.

Nichts hält Fragiles, doch es knospt und lächelt
im Tal der Brüste und im Vogelnest,
wenn uns Vergänglichkeit die Stirn umfächelt.





 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.10.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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