Klaus Heinzl

Einsamkeit ...

Bist einsam du, so dann und wann,

dann schaff dir einen Partner an.

Als Mann, da macht es vielleicht Sinn,

du suchst dir eine Partnerin.

 

Sind Dialoge nicht so deins,

kauf dir ein Glas, mit Wasser, eins

worin ein Goldfisch dich versteht,

dem es ja ebenso ergeht...

 

Den kannst du täglich, so mit Flocken

ganz nah an seine Scheibe locken

und es erfreut das Fischelein,

schmeisst du die Flocken dann auch rein.

 

Zwar kannst du ihn auch gern bereden,

doch Fische reden nicht mit jeden...

Das liegt kaum an den falschen Gaben,

nur, weil sie keinen Kehlkopf haben.

 

Drum nenn den Goldfisch hirnverbrandt,

nicht etwa auch noch arrogant...

Er kann, wie du nicht viel dafür,

dir fehlt hier nur noch das Gespür.

 

Doch Einsamkeit ist heutzutage,

nicht unbedingt auch eine Plage.

Du tust, was du nicht lassen kannst,

ernährst dich gut, kriegst einen Wannst.

 

Und wenn ein Tönchen dir entfleucht,

vielleicht auch noch ein wenig feucht,

dann wird sich keiner gleich beklagen,

und zu dir blöde Sätze sagen.

 

So kommst du nie, von Zeit zu Zeit,

in diese Art Verlegenheit.

Selbst wenn du mal, so nach der Nacht,

Dein kleines Bettchen nicht gemacht...

 

Du legst dich eh bald wieder rein...

da braucht es auch nicht fein zu sein.

Geschirr, ob Teller oder Tassen,

kannst du getrost gern stehen lassen.

 

Wenn neues Leben draus entsteht,

dann freu dich, weil es weiter geht...

Nur nicht allein, musst jetzt nicht flennen,

kannst Maden auch beim Namen nennen.

 

Und ausserdem, wirst es bald checken,

dass sie dem Goldfisch sehr gut schmecken.

Allein zu sein, ist oft ein Segen,

ich hätte grade nichts dagegen...

 

Steh vor der Spüle, wasch die Teller,

mein Weibchen fragt „geht das nicht schneller?“

Und weil ich ihr das Ja-Wort gab,

begleitet sie mich bis ins Grab.

 

Drum weine nicht und werd gescheit,

leb fröhlich in der Einsamkeit...

Und gehst du, was ich auch nicht kann,

zu deinem Stammtisch, dann und wann,

 

dann lass dich fortan nicht mehr necken,

die Einsamkeit dient manchen Zwecken.

 

 

© kh. 13.10.2019

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