Brigitte Waldner

Ich kann auf Bildern sehen


Ich kann auf Bildern sehen,
dass du noch bei mir bist,
obwohl du längst gegangen
bereits im Jenseits ruhst.
Ich kann mich auch erinnern,
was du mir hinterließt,
obwohl es mir der Nachbar
bereits gestohlen hat.

Mit deinen schönen Sachen
gestaltet er sein Haus,
und meines ruinierte
und plünderte er aus.
Mit seiner ganzen Sippschaft,
vergriff er sich an mir,
nachdem er spionierend
mir aufgefallen war.

Sie tun es sicher wieder,
ich hab sie oft erwischt,
sie haben kranke Gene,
wie kriminelle auch.
Das ist ein Nimmersatter,
der keinen Boden hat,
im Grunde ein Versager,
der auf Schmarotzen lebt,

sich rücksichtslos erbeutet,
was ihm vom Nutzen ist,
und dann noch alles leugnet.
Das ist ein Teufelsbiest,
mit sieben bösen Köpfen,
voll Sünde und voll Gier,
die emsig spionieren,
was zu erbeuten geht,

und dann den Spieß verdrehen,
sie wünschten sich nur Frieden,
das Opfer sei der Täter,
das man verfolgen soll.
Die Kiwara bestechend
mit leichtem Beutegeld,
mit ihnen auch noch zechen,
als wär es Gott gewollt.

Die Kiwara vertuschen
den Diebstahl, Raub und Gift,
die Sachbeschädigungen,
die Hämatome auch.
Ich kann auf Bildern sehen,
dass dir das nicht gefällt,
ich kann Enttäuschung fühlen,
die in der Luft verweilt.

Text und Foto: © Brigitte Waldner

 

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