Andreas Vierk

Troubadour

Für F.G. Lorca

 

 

Besinge nichts mehr Gegenständliches,
wie der vom Äther trunkne Drosselhahn
auf seinem Zweig an schräger Himmelsbahn
in seinen Strophen hat nichts Endliches.

Sein Rausch aus weißen Zungen, Flug und Drogen
singt Liebe nur als Unausweichlichkeit.
Wenn seine Kehle deine Nacht zerschreit,
erstickt die Welt in Schauern und Eklogen.

Die wahre Liebe hat nur ein Verlangen:
Sie will nur sterben und sich selbst verletzen.
Sie kann nicht anders, als zerrüttet sein.

Kaum offenbart, so ist sie schon vergangen,
lässt dich zurück, verwundet im Entsetzen,
wahrhaftig, nackt – und doch nie mehr allein.





 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.10.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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