Katja Baumgärtner

Von Vögeln und vom bebenden Stein

Als ich die Vögel singen hörte, weinte ich.-

Es war mein Chor

und meine Stimme blieb stumm.-

Es rührte mich.

Ich war hin- und her gerissen.

 

Jetzt sitze ich auf einem Stein und er bebt.

Ich weine nicht und wundere mich.

 

Einen Tag später stand ein junger Mann vor mir

und ich wusste

wir würden einen schweren Weg hinter uns bringen müssen,

denn die Vögel hörten nicht auf, zu zwitschern

und der Stein bebt nur noch.

 

Dann blieb die Erinnerung davon-

Von einem bebenden Stein

und jaulender Hunde.

Der Chor singt weiter

und ich bin ungeniert.

 

 

Interpretation

 

 

 

 

 

Von Vögeln und vom bebenden Stein

 

 

 

Als ich die Vögel (meinen Chor) singen hörte, weinte ich. Mein Chor bereitete sich auf einen Auftritt vor. Es war nicht mehr viel Zeit und der Männerchor kam hinzu.

 

Ich war verliebt und durch den Gesang in den Proben hin und- her gerissen. Ich weinte und konnte vor Rührung nicht mitsingen. Der Gesang war unheimlich schön und ein Lied für den Auftritt erzählte vom Wald.

 

Wegen eines jungen Mannes war ich in einer Krise und der Gesang verstärkte meine Krise.

 

Das war der erste Mann, der meine Liebe nicht verdient hatte. Alle anderen Männer weswegen es mir schlecht ging und sich gegen mich entschieden hatten, waren nicht die richtigen für eine Beziehung gewesen, weil sie einen anderen Weg gingen und mich im Stich ließen.

 

 

 

Jetzt sitze ich auf einem Stein, der bebt. Er fühlt mit mir mit. Es geschehen Wunder, die ich nicht verstehe. Ich weine nicht und wundere mich. Gott ist auf meiner Seite und steht mir bei.

 

Darüber zu erzählen, fällt mir schwer und es vergeht auch Zeit. Deswegen die Abstände während ich schreibe.

 

 

 

Ich lernte einen jungen Mann kennen, der es ehrlich mit mir meinte. Er stand vor mir und wollte mit mir zusammen sein.

 

Ich wusste, es wird ein schwerer Weg werden. Ich war hin und- her gerissen und es geschehen Wunder. Die Vögel in der Natur beschützen mich, mir kann nichts mehr passieren. Die Vögel werden reel.

 

 

 

Dann war ich geheilt. Es bleibt nur noch die Erinnerung von jaulenden Hunden, die fühlten wie alleine ich immer war. Der Stein bebt nicht mehr. Die Wunder sind ebenfalls vorbei. Das Leben nimmt jetzt seinen normalen Lauf.

 

Der Chor singt weiter und ich bin ungeniert. Neue junge Leute sind in diesem Chor und treten auf während ich mit meinem Freund/Mann schlafe. Ich habe dieses eine Ziel erreicht. Die Musik, das wichtigste in meinem Leben, musste ich wegen meiner Krankheit fallen lassen. Musik und die Bühne hätten mein Leben bestimmt!!!

  

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