Klaus Heinzl

Unser Neuzeit-Verhalten ...

Wir denken, sagen, meinen, hoffen.

Doch sind in dieser neuen Zeit,

für Viele auch noch Fragen offen.

Man kommt schnell in Verlegenheit.

 

Was darf man heute denn so fragen,

ein Jeder checkt nicht, was man meint.

So kommt es oft in diesen Tagen,

dass man im Dialog verneint...

 

Ein Streit entsteht, die Emotionen,

sie kochen hoch und Aggression,

wird uns hier selten noch belohnen,

und endet dann in Hass und Hohn.

 

Der Dialog, wie wir es kannten,

hat sich verändert      ... durch Distanz.

Das, was wir mal beim Namen nannten,

hat heut kaum mehr Relevanz.

 

Man traut sich mehr, neigt schnell zu handeln,

das Internet wird zum Portal...

Und weil sich diese Zeiten wandeln,

sind auch die Folgen nicht genial.

 

Oft anonym bezieht man Stellung,

steht selbst nicht dazu, was man meint.

Verletzt sehr schnell und manche „Prellung“

sitzt dann viel tiefer als es scheint.

 

Die Strasse draussen, auf dem Teer,

den Irrsinn, den man dort erlebt,

er kümmert uns so gar nicht mehr,

weil man nur noch per Cyber strebt.

 

Wir teilen aus, ganz ohne Namen,

und blocken, was uns nicht genehm.

Verwalten uns, im eignen Rahmen

und für die Zukunft ausserdem.

 

Doch Zukunft ist, was wir gestalten.

Ist nicht die Tastatur allein...

Wenn wir bald im Gefühl erkalten,

wo soll denn da noch Zukunft sein?

 

 

© kh. 18.10.2019

Dieses Gedicht bezieht sich auf den Wandel der Zeit. Menschen bedienen sich neuer Technologien und dadurch kann viel Persönliches verloren gehen.
Beobachtet man alles, dann erlebt man Leute, die gegen Laternen rennen, weil ihr Blickfeld zu sehr vom Smartphone abgelenkt war... sieht sogenannte Freunde sich treffen, sich jedoch nicht mehr gegenseitig wahrnehmen... deren Probleme schon gar nicht.. weil der Chatfreund grade wichtiger ist. Inwieweit die Lese- und Schreibkultur hier Einfluss nimmt, kann man sich vorstellen, wenn man einen kurzen Blick in diese Dialge nehmen würde... Alles wird - wenn möglich - abgekürzt... Rechtschreibung verliert seine Bedeutung und ein Smily muss für die vermeintlichen Gefühle herhalten... Würde es einen Roboter geben, der hier - wie es derzeit GOOGLE zeigt - einen Dialog möglich macht, dann bräuchten wir zur Freizeitgestaltung nicht mehr aus dem Haus... wir würden uns mit IHM befreunden und alles wäre OKAY...

Liebe Freunde.
Bewahren wenigsten wir - als Dichter und Denker - uns die Würde und beschränken uns auf die Menschen selbst... die uns lieb und teuer sind. Unsere Kinder, Freunde ... Das Internet bietet so viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und so sollten wir in der Auswahl unserer "Freizeitvergeudung" bedachter sein.

Danke für´s Lesen
Euer Klaus
Klaus Heinzl, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.10.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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