Noam Stahl

Die Flucht

Golden schien die Sonn
auf den armen Soldaten
Er lag im Sand begann
auf seinen Kameraden 
zu warten. 

​​​​Sein Freund träumte frei, 
dass wusste nur er. 
Der Soldat war sein Vertauter. 
Das Glück nur in Amerika sei. 

So liefen sie Tage und Monate, 
nach Mexiko zum Rio Grande. 
Bis zur Erschöpfung voran! 
Alles für das gelobte Land

Angekommen am Ufer. Rast
​​​​​​einen Taglang im Versteck
sonst droht der Knast
Im Schatten der Nacht ging's weg

Der Abend kam und ging
unter Wolkendecke. 
In die Flut zu spring'
Schwimm zu Grandes Sandflecken.

Gib Acht vor der Strömung. 
Sie macht vor keinem Halt
nimmt jeden mit egal wie alt
Am Ufer wartet die Rettung.

So entflohen sie zu zweit 
der Jagd in Rio's Fluten 
kleine Blitze von ganz weit
Donner so nah ließen Andere bluten

Mühevoll und mit letzter Kraft
sank er ein und tauchte frei auf. 
Ihm jetzt Freiheit entgegen lacht.
Hoffentlich der Kamerad nicht lang braucht. 


Doch nach Tagen kreidebleich
gestand der Soldat sich ein, es hat keinen Sinn. 
Die Strömung nahm den Kamerad durch sein Fleisch. 
Er überlebte nur durch sein Zinn. 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.10.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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