Roland Drinhaus

Wirrwarr des Lebens (Episode 6)







Letztes mal, so vor zwei Jahren,
schimpfte ich vom Plastik-Kram,
konnte's Wirrwarr nicht ersparen,
viel hat sich seither getan.
Denn das Wirrwarr allenthalben,
hat den Globus jetzt erfasst,
Eisberge -nicht Rinder kalben,
Thermometer sind geplatzt.

Alle Menschen noch nervöser,
jeder wünscht sich Grenzen her;
alles scheint uns noch viel Böser
und man greift zum Schießgewehr.
Mancher schiesst auch durch die Gegend,
fährt viel Auto, fliegt nicht mehr,
jeder schluchzt noch mehr bewegend,
hustet laut im Stadtverkehr.

Was soll ich zu alldem sagen?
Wortlos twitter ich mein Leben.
Sehr schnell geht es an den Kragen,
liegt man dabei leicht daneben.
Nur die Technik hilft uns weiter,
Alexa wird zum besten Freund,
noch reicht sie uns nicht die Leiter,
braucht nur Strom und keinen Joint.

Algorhytmen retten Leben,
Arbeit wird zum Luxusgut,
Menschen die am Bildschirm kleben,
tun das was der and're tut.
Zwischendurch für leere Kassen,
wird noch neues Geld gedruckt.
Bargeldloser sind die Massen,
gucken sparsam, wie man guckt.

Leute bringt System ins Leben,
denke selbst mal wieder nach.
Leicht ist das Elektrikleben,
doch die Logik liegt noch brach.
Darum mach's wie ich, bleib locker,
Stress macht müde und bekloppt,
sei Geniesser und kein Zocker,
Chaos wird von selbst gestoppt.










 

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