Michael Reißig

Des Herbstes Gretchenfrage

Wenn die Blätter fallen steht die Gretchenfrage
Rollt doch noch auf uns zu, die frostige Plage
Im Oktober erwachte altes Sommerglück
Und streichelte die Sonnensinfonie zurück


Jedoch die Sorgen alarmierten Herzen
                                     Das Geschwätz aus kalter Angst war nicht zum Scherzen                                 Infantiles Geschrei entflammte Hysterie
Das "Juwel" umarmt den Thron der Hierarchie


Bauend auf die Tugenden unserer Zeit 
Hell grinsend aus den Tempeln voller Eitelkeit
Was geschieht, wenn mal nicht schläft der alte Winter? 
Auf den Hängen kreischen nur die kleinen Kinder


Ältere drücken sich woanders Nasen platt
Was in viele Köpfe riss den tiefen Cut
Dauernd demonstrier'n und lange Partys feiern
Ist doch cooler als vor'm Lehrer rumzueiern


Wir alle sind das Wunder auf dem Erdenstern
In tiefer Menschlichkeit gedeiht der wahre Kern
Nur wenn der Leidensdruck den Weltenbrand erstickt
Manch' goldberauschter Lobbyist dann anders tickt


Wissensdurst füllt auf die hübschen Freudenbecher
Bleiben diese leer, beflügelt dies die Rächer
Sollten nur noch Wenige ans Morgen glauben
Wird der Horror Menschen ums Gesicht berauben








 

Mein abschließender Standpunkt:
Klimaschutz ja, Hysterie nein!
Schließlich sind in vielen ländlichen Regionen
Menschen auf ihr Auto angewiesen!
Michael Reißig, Anmerkung zum Gedicht

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