Brigitte Waldner

Die Zukunft aller Seelen


Die Seelen werden wie Gott sein,
unsterblich, unfehlbar und glücklich.
Kriege, Krankheit und Schmerz
belasten die Toten nicht mehr.
Ermorden, Berauben, Betrügen und Ausnützen
wird nicht möglich sein.
Niemand wird aus Hunger und Durst schwächeln.

Die bunte Welt wird still, dunkel und kalt.
Kein Geld, kein Stress und keine Arbeit
werden Mühen und Sorgen bereiten.

Ohne Sauerstoff werden zu Allerheiligen und Allerseelen
Lichtermeere zur Erinnerung an geliebte Tote nicht mehr leuchten.
Wie Gott, der ein Glaube ist und als Wesen nicht existiert,
ist das Weiterleben der Seelen im Jenseits ein Glaube,
da die Seele kein Wesen ist, aber vom Wesen untrennbar.
Das ewige Leben ist der ewige Tod eines Wesens.
Ein leeres Versprechen ist das Wiedersehen im Jenseits:

Ins Familiengrab gebettet, begegnen die Toten den Toten
mit gelöschten Gefühlen und Erinnerungen.
Wiedersehen heißt sterben.

Text und Foto: © Brigitte Waldner

 

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Im Sommernachtstraum
Eine Gruppe von Jugendlichen probt das Theaterstück von William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum. Plötzlich erscheinen unerwartete Zuschauer: Puck, Elfen und ihr Elfenkönig. Sie kommen aus einer anderen Welt. Welche Botschaft bringen sie? Wieso tauchen sie auf? Haben die Schauspieler zu intensiv geübt? Oder sind sie zur wahren Bedeutung des Sommernachtstraums vorgedrungen? Und sollte man sich lieber nicht in Puck, die Elfen oder die Amazonen-Königin verlieben?

Die Bürgschaft
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