Wolfgang Hoor

Eine unmögliche Liebesgeschichte, Teil 1

1. Geschichte

von einem Albatrus,

der einem Fusch

die Treue schwor

und ihn dann 46 Johr

nicht aus dem Aug verlor.

 

2. Halb angekommen

Der Albatros, der Kontinente kennt

Und dem die Winde Adler zugesellen,

Muss nieder, und das Muss

Tut weh.

 

Er späht, und während er vergeblich

Dem Ruf des Adlers nachlauscht,

hat er schon da unten

den Schatten ausgemacht

den geflügelten.

 

Und während er noch denkt,

dass er den eigenen Schatten sieht

kommt aus dem Schatten ein Gruß:

Albatros komm!

 

3. Seltene Begegnung

Über den Wassern kreisend

Sah der Albatros den Fisch

Und spottend rief er:

flieg mir nach.

 

Aus den Wassern aufsteigend sprach

Der Fisch: Ich fliege.

 

Ach, welche Lust verspürt‘ er beim Fliegen,

Ach welches Weh, sinkend

Den Albatros kreisen zu sehn.

 

Versinkend genoss er die Gnade der Kiemen

Und hörte wie der Albatros ihn rief:

Fliegender Fisch!

 

 

4. Wer wir sind

millionen albatrosse sind wir an den stränden meines archipels

der platz ist eng der blick ist weit das meer unendlich

es gibt kein versteck vor der brütenden sonne

bin ein kind meiner insel des lichts und des meers

 

ich komm aus schattenwelten sprach der fisch

ich strebe an korallenbänken hoch zum licht und träume

von der unendlichen vielfalt ganz weit da oben

bin ein kind des dunkels und sehn‘ mich nach licht.

 

5. Gemeinsamkeiten

Wir sind dem gleichen Archipel entsprossen,

mich hat das Land, dich hat das Meer gemacht.

 

Komm sei mein Freund, und wenn

unsere Flügel uns tragen,

spüren wir

Unendlichkeit.

Die Geschichte basiert nicht auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie ist einer Parabel, die erzählt, was zwischen Menschen trotz Liebe nicht funktionieren kann. In dieser Geschichte denke ich an meine verstorbene Frau.Wolfgang Hoor, Anmerkung zum Gedicht

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