Thomas S. Lutter

Wir leben in den letzten Zeiten


(Von der Christus-Demontage)

Ihr könnt es wohl leugnen, entmystifizieren
verlachen, verdrängen, verdreh'n
Die Kinder mit Lügenred' indoktrinieren
"Es ist nicht, ward niemals gescheh'n!"

Ihr mögt es verwerfen, die Götter vertauschen
die Wahrheit, die Lehre, den Sohn
und Euch an dem Glauben an gar nichts berauschen
Wo's lang geht, gezeigt man Dir schon

Ihr könnt ihn verspotten. Gar reif sind die Zeiten
es spitzt sich geradewegs fort
Wo kirchliche Herrn zur Verführung verleiten
ist kein echter Glaube vor Ort

Ihr könnt Euch in scheinbarer Sicherheit wähnen
und doch ist es über die Nacht
mit all Eurer Selbstsucht und all Euren Plänen
auf einmal zunichte gemacht

Ihr werdet die Euren an's Kruzifix nageln
an welches Ihr selber nicht glaubt
die Sonne den Frommen mit Sünden verhageln
den Letzten der Hoffnung beraubt

Ihr werdet noch sehen, wie gottlos das Treiben
Wenn ihr vor die Wahl gestellt seid
dem Neuen zu frönen - im Alten verbleiben
dann macht Euch zum Sterben bereit

Denn Gott wird es geben, man wird Euch nicht fragen
es ist sowohl simpel wie schlicht
Da hilft Euch kein Jammern, kein Heulen und Klagen
Mit Göttern verhandelt man nicht

Die Zeichen verlaufen synchron zu den Zeiten
In Kirchen und telemedial
macht man sich daran, einen Weg zu bereiten
hinab in das finsterste Tal

Es ist schon erschreckend, wie dumm und verkommen
im letzten die Welt und das Land
Wir sind schon sehr nah an den Abgrund gekommen
genauer gesagt: bis zum Rand

Seht zu, wo ihr bleibt. Wenn die Welt aus den Bahnen
und schrecklich in's Wanken gerät
da lernt Ihr zu beten, das läßt sich erahnen
Doch dann ist's für Viele zu spät!

© Thomas S. Lutter

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