Angela Pokolm

Ich wollte, dass ich Wasser wär´



Ich wollte, dass ich Wasser wär’,

ein Tröpflein Wasser klein.

Ach, ich wünscht' mir gar nicht mehr,

könnt' so zufrieden sein.

 

Mein Leben wär’ geborgen

im großen, großen Strom.

Mein Herz wär’ ohne Sorgen,

der Strom trüg’ sie davon.

 

Ach, ich könnte tragen

der Lasten viel und schwer.

Nie müsste ich mich plagen,

nie quälen mich dafür.

 

Und ich könnte springen

über hartes Felsgestein,

ich wollt' vor Freude singen,

ich fühlte keine Pein.

 

Und wollte mich verzehren

ein Strudel rau und wild,

der Strom tät’s ihm verwehren,

seine Fluten wär’n mir Schild.

 

Und sollt' der Strom einst münden

in's unendlich weite Meer,

würd' ich den Frieden finden,

den ich ersehnt so sehr.

 

Ich wollte, dass ich Wasser wär',

so wär' ich nie allein.

Mein Herz hätt' keine Bangen mehr,

es hätte ein Daheim.

 

Angela Pokolm
1990

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