Falko Reineke

Der wilde Westen

Im wilden Westen vor einem Saloon,
es ist 12 Uhr mittags, es ist High Noon.
Gary Cooper auf sich alleine gestellt,
es geht nicht um Ruhm und auch nicht um Geld.
Als Sheriff muss er für Ordnung sorgen,
da kann man nicht einfach warten bis morgen;
der Termin um 12 am Mittag steht fest,
da gibt Gary den bösen Buben den Rest.
So ist das im Film, die Gerechtigkeit siegt,
der Schurke hat verdient, was er auch gekriegt.
Ja das ist das Leben, auch wenn nicht grad heiter,
und der Held zieht am Ende dann ganz einfach weiter.
 
Papa Ben Cartwright und seine drei Söhne,
die brachten vor Jahren wildwestliche Töne.
Zu sehen auf dem Bildschirm in bunt,
da flogen die Fäuste, da gings richtig rund.
Der dicke Hoss, der Adam und auch Jo der Kleine,
in der Serie brachten sie alles ins Reine.
Die Titelmelodie ging uns nicht aus dem Ohr,
man kam vor dem Kasten wie im Westen sich vor;
dem wilden natürlich, Bonanza sei Dank,
bei verpasster Sendung wurde man fast krank,
doch zum Glück gabs später noch andre Geschichten,
von denen wir gedichtlich nun weiter berichten.
 
Winnetou und Old Shatterhand, die beiden Blutsbrüder,
die sehen wir immer ganz gerne wieder.
Wenn der eìne in den Armen des anderen stirbt,
sich das auf die Emotionen der Zuschauer auswirkt.
Selbst viele Männer weinen heimlich dann Tränen,
sie sollten sich bitte derer nicht schämen;
oder wenn die süße Nscho—tschi wird erschossen,
das wurde in den Romanen vor langem beschlossen,
dann fließen die Tränen, ach es ist herzzerreißend,
selbst für die jungen Leut noch ergreifend.
Wer saß bei den Filmen nicht gerne dabei,
gedreht nach den Büchern des alten Karl May,
der selber wohl nie im wilden Westen gewesen,
das kann man in seiner Biografie so schön lesen.
Der aber wusste, wie man sich fühlt hinter Gittern,
vor denen auch heute noch sehr viele zittern.
Ich zitiere hier gern, den Erhardt, den Heinz,
der schrieb Gedichte und dann auch noch eins:
 
Das Leben kommt auf alle Fälle, aus einer Zelle;
doch manchmal endet es bei Strolchen, in einer solchen.
 
Strolche wurden auch die vier Daltons genannt,
wenn Lucky Luke kam, dann war man gespannt;
auf Jolly Jumper kam er stets angeritten,
und weil im Westen sehr rau warn die Sitten,
gabs Feuer und Kugeln, es wurde halt geschossen,
das haben die Daltons überhaupt nicht genossen.
Am Schluss in den Knast mit diesen vier Ratten,
weil Luke bekanntlich schneller schoss als sein Schatten.
 
Bud Spencer und auch der Terence Hill,
Indiana Jones und Buffalo Bill,
im wilden Westen, da haut man gern drauf,
da taucht plötzlich ein Typ mit der Mundharmonika auf.
Der hat noch `ne Abrechnung mit dem Bösewicht Frank,
weil dieser den Vater an den Strick aufgehängt.
Am Ende des Films man sich duelliert,
den Zuschauer freuts und er jubiliert.
Schüsse fallen, einer sinkt in den Sand,
genau an der Stelle, wo er vorher noch stand.
Den Bösewicht Frank hat es schließlich erwischt,
sein Lebenslicht nun ganz schnell erlischt,
er bekommt die Mundharmonika zwischen die Zähne gedrückt,
bevor er vollends von dieser Welt entrückt.
In den letzten Zügen, jetzt ist alles im Lot,
spielt er noch einmal das Lied vom Tod.
 
Zurück in die Zukunft und zwar zu Teil 3,
wir treffen den Doc und Marty McFly.
Die Zeitmaschine hat abgehoben
und sich in den wilden Westen verflogen.
Emmett Doc Brown, der sollte wohl sterben,
das ging aber gar nicht, schon wegen der Erben;
und als auch noch die hübsche Klara ankam,
befand sich unser Doc fast im Liebeswahn.
Und wieder musste es Marty dann richten,
High Noon, 12 Uhr mittags, das kann man schön dichten.
Zum Glück hat er diesen Kampf nicht verloren,
durch einen Trick gabs Metall auf die Ohren.
Am Ende kam es so wie es ist,
der böse Tennen landet wieder im Mist.
Der Held muss einfach siegen, das weiß man genau,
denn niemand nennt Marty eine feige Sau.
 
Ja der wilde Westen war gefährlich und laut,
es wurde geschossen, verprügelt, beraubt.
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.11.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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