Bernhard Pappe

November

 

Das Laub ist gefallen und wurde vom Winde verweht.

Im Baumgeäst verfing sich eine Depression.

Sie ist kaum erkennbar.

Wie der Himmel, trägt sie die Modefarbe grau.

Der Baum nährt sie nicht.

Der Baum gibt ihr kein Obdach.

Menschenseelen nähren sie.

Menschenseelen gewähren ihr Obdach.

Eine feste Burg ist unser Gott.

Die Zugbrücke ist nicht herabgelassen.

Wie soll es da Zuflucht geben?

Ist das Gras auf der anderen Seite grüner?

Im Wind verliert die Depression ihren Halt.

Ein unheilvoller Schwebezustand.

Ich schlage den Mantelkragen hoch und eile davon.

© BPa / 11-2019

Vorweg, ich habe keine Depression und habe auch keinen November-Blues. Dennoch kann ich mich in diese Stimmungen einfühlen, spontan und froh darüber, dass sie nicht von mir Besitz ergreifen.Bernhard Pappe, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.11.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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