Karl-Konrad Knooshood

Welch eitler Bock!

 

Der Bock bläst in sein Horn,

"Bockshorn" heißt es drum,

er nimmt gern aufs Korn,

wen er als Individuum,

für einfältig hält,

und/oder dumm,

dem er's dann vergällt,

aus Spaß an der Freud',

- wie nennt man's noch heut?,

Ach ja, Troll oder Nervzwerg!,

 

Gut, er sitzt auf dem ZAUBERBERG,

der höchsten Wacht und Warte,

kleine, dezente Nadelstiche: sein Werk,

wähnt er als das Weltaparte,

 

Ist er doch ein eitler Pfau?,

Wohl wirft er's heut mir,

morgen dir straßenschlau,

vorhaltend – wildert in deinem, meinem Revier,

 

Das er übrigens als seines sieht,

alt, erfahren, reich an Jahren,

die Welt, das Leben, alles [scheint's] sein Fachgebiet,

als seien wir nur halbe Affen, ihm Scholaren,

 

So lächerlich, ich spotte seiner,

fürwahr, er ist ein ganz Gemeiner,

und doch ein gänzlich schwänzlich Kleiner,

einer eben – einzigartig – wie keiner,

 

"Er ist's nicht wert!", so DORIAN sprach,

"Du siehst, wie er sich plustert doch!,

Wenn man sich um ihn schert, so hält er wach,

der alte Schuster bleibt gemach, pfeif auf das Trauerloch!"



(18.11.2019)



Ein Lehrmeister (Leermeister) aus der Vergangenheit,
kommt hier hoch von Zeit zu Zeit,
er hielt sich für sehr weise, mächtig,
Unsereins war damals schmächtig,
prächtig strahlte er und doch,
hasste man dies Laber-Loch,
Mein Freund aus alten Tagen,
DORIAN, nach OSCAR WILDEs Geschichte,
wusste weise mir zu sagen,
so ich Gelüste, zu vernichten,
nicht brachte zum Tragen,
Heut noch bin ich dankbar, stets aufs neu,
diesem Freunde, lieb und treu,
der mich lehrte, dass im Schmerz,
steckt ein wenig Lebkuchenherz,
und er hatte manchen Rat,
so ich niemals töricht tat,
Bis heute will ich meinen Freund gern loben,
pourquoi? Klar: siehe oben,

Über ihn wird, morgen, genaugenommen,
ein eigenes Gedichtchen kommen...
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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