Brigitte Waldner

Erinnerungslücke geschlossen


Was war in der edlen Schmuckkassette?
Ich konnte mich nicht mehr erinnern,
Die Räuber raubten sie aus und füllten sie auf
mit kleinen Figuren und wertlosen Perlen
aus meiner Spielzeugtruhe.

Jetzt kann ich mich wieder erinnern,
die Goldbarren verwahrte die Mutter darin.
Sie hatte nur wenige kleine,
vielleicht lag auch Goldschmuck dabei,
ich sah sie, als sie noch lebte.

Die Goldbarren waren ein Geschenk,
woher weiß ich heute nicht mehr.
Die Nachbarn ergatterten alles,
der Gerhard mit Rudi, Trude, Margit und Levi.
wie kann man mir Mutters Schätze nehmen?

Aus Silber der Maria Theresientaler,
die Golddukaten und alle Schilling-Silbermünzen
meiner Mutter, der Oma und mir sind verschwunden,
die vier neuen Zwanzig Euro Sondermünzen sind weg,
sie waren aus Kupfer mit schönen Motiven.

Es waren Geschenke von meinen Angehörigen,
persönliche Erinnerungen, in Liebe geschenkt.
Der Antichrist klaute sie feige und hinterlistig,
dass ich davon nichts merkte.
Vergeblich suchte ich alles ab.

Die Räuber sind scheinheilige Nachbarn,
wo sie etwas klauen, füllen sie auf,
mit wertlosen Sachen zum Täuschen,
zum Großteil mit Leergut aus Plastik und Glas.
Ich hasse die Räuber, die mir das antun.

Ja, ist so ein Dieb nicht krank im Gehirn?
der ganze Körper ist adipös,
zu giftig, um etwas zu taugen.
Ein Taugenichts ist er, ein Blindgänger halt,
der chronisch auf Kosten der Opfer lebt,

der sich nicht geniert, für das was er tut.
ein geistig abnormer Rechtsbrecher,
der in eine geschlossene Anstalt gehört.
So krank wie er ist, wird das nichts mehr,
für immer gehört er gesichert verwahrt.

Als Einbrecher kommt nicht einer allein,
er kommt mit dem ganzen Klan,
der raubt und stiehlt und sachbeschädigt,
der mich betäubt, zumüllt und lügt.
Weg mit der ganzen Familie.

Befangene Kiwara nützen mir nichts,
versagen, die Räuber zu fangen,
so wünsche ich Räubern den Tod, angesichts,
dass sie Mutters Goldbarren stahlen
und ich das erst neulich bemerkte.

© Brigitte Waldner

 

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