Brigitte Waldner

Geklaute Schüsseln


Ich hatte Fotos davon längst schon aufgenommen,
Experten sagen, dass das leider nicht genügt,
bislang bin ich damit nicht durch den Sumpf gekommen,
weil jeder Räuber konsequent beharrlich lügt.

Ich weiß es sicher, dass der Nachbar mich beklaut;
mein Eigentum kann ich in seinem Garten sehen,
Wie kann es sein, dass man bei ihm die Sachen schaut,
die zwanzig Jahre hier bei mir auf Vorrat stehen?

Ich bin recht gut versichert, doch es wird nichts nützen;
wenn keiner eine Anzeige neutral verfasst,
da jedem Räuber heilig sind. Sie unterstützen
perfekt den Räuberklan, was dem natürlich passt.

Aus meinem Keller wurden Schüsseln mir geraubt,
Verpacktungsfolie wurde oben aufgerissen,
mein Eigentum zu nehmen, haben Kiwara erlaubt,
den Nachbarklan belastet Diebstahl ihr Gewissen.

Es liegen die Beweise wahrlich auf dem Bild,
was Mutter kaufte; damals galten Schillingpreise.
Bevor man seinerzeit den Euro hier erhielt,
erwarben wir die Schüsseln im Familienkreise.

Der Nachbar plünderte den Vorrat stapelweise,
als Unbefugter drang er in den Keller ein,
mit Schlüsseln, die er unbemerkt vor Jahren klaute,
bei Tag und Nacht und heimtückisch gemein.

An Geld und Sachen hat der Nachbar viel geklaut,
das man berechtigt sagen kann, er raubt und plündert.
Es ist doch süchtig krank, wer sich das frech getraut.
Seit fünfzig Jahren werden Taten nicht behindert.

Da kann man richtig böse Schlüsse daraus ziehen,
befangen sind die meisten Kiwara vor Ort,
statt zu beschützen, wird mit mir recht laut geschrien,
kein Kiwara hat je für mich ein gutes Wort.

Text und Foto: © Brigitte Waldner

Anmerkung zu den 3 Fotos:
Erstes Bild: Die aufgerissene Verpackung nach Diebstahl im Kellerlager.
Zweites Bild: Die Schüsseln, die bei mir verblieben.
Drittes Bild: orange Kiste, je 1 rote und 1 orange quadratische Schüssel, Blumentöpfe
und schwarzer Trog, die bei mir gestohlen wurden und laut Bild beim Nachbarn stehen.

 

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