Andreas Vierk

Zweites Sonett an den Mond




 

Im fernen Osten schienst du mir so blau,
so übervoll, und wie hast du geschwankt!
Und hier bist du Salpeter, der sich rankt
so kühl um mich: der Körper einer Frau,

ja, einer Dame aus dem hohen Norden,
die man umarmt wie eine Messerklinge.
Nicht hinter Nudeln Seiko, nein nur Inge.
In Drachenbooten willst du überborden,

doch damals tauchten in dein Rot die Dschunke,
das Boot von Ragnar Lodbrok und die Prau.
Wie eine Amsel quertest du die Welle.

Bleib, dass ich dich in meinen Kaffee tunke,
noch ungewaschen und mit Samenstau,
bevor du einschmilzt in die Tageshelle.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.11.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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