Andreas Vierk

Drittes Sonett an den Mond



 

Am Flugzeug – vor und hinter der Maschine –
gabst du dich hüpfend als ein Ufo aus.
Ich sah erschreckt zum runden Glas hinaus,
da grinstest du hinein als Apfelsine.

Du wurzeltest im Blut wie wehe Küsse.
Ich trug dich ostwärts in die Kokosnüsse,
und wollte schon mit dir am Strand jonglieren,
mit dir, Laterne, meine Tür verzieren.

Du liefst an meiner Leine wie ein Wiesel
und zogst mich wieder in den Okzident.
Auf jeder Holzbank bist du Wasserglanz.

Du rinnst aus Regenpfützen in die Kiesel.
Ein Zigarettenstummel, der noch brennt,
versammelt Schatten um den Schuh zum Tanz.








 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.11.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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