Andreas Vierk

Viertes Sonett an den Mond



 

Seit Aldrin und Neil Armstrong dich betraten,
da wurdest du so schwer wie unsre Welt,
wie alles was den Menschen trägt und hält
und seine Ziffern, Formulare, Daten.

Voll Neugier blickst du auf die Lebewesen,
kommst näher, und die Tage werden länger.
Die Flut verharrt um Lyriker und Sänger,
und die in Büchern, Karten, Augen lesen.

Du treibst in Regenwolken und mit Reihern,
willst uns als Diadem die Schläfen zieren,
uns mit dir selbst entwimpern und skalpieren.

Du zeigst uns deine skrofulösen Wangen,
hast dich an Fensterkreuzen aufgehangen.
Schon sind wir Kalk, wie du. Lass uns dich feiern!



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.11.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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