Karl-Konrad Knooshood

Sinnieren in Dauerschleife

 

Es schien kein Ende zu nehmen,

all das Fragen, schlaue Antworten,

es war wie juckende Ekzeme,

und ein schrittweises Ermorden,

wie ein Zähne-Ziehen ohne Betäubung,

wie summende Bienen, die die Bestäubung,

nicht der Pflanzen vornehmen, sondern,

ihren klugen Sonder-Sermon absondern,

 

Draußen fährt die Müllabfuhr,

ein Postmann kommt sodann vorbei,

es ist hier drin stickig, sickig und Tortur,

lieber wär ich draußen mit dabei,

denn die ganze wortreiche Sabbelei,

die unendliche Geschichte + Litanei,

wie sie sich dabei noch überflügeln,

ist so spannend wie gar 's Bügeln,

man labert hier den Nordpol eisesfrei,

und ich will mich plötzlich prügeln,

oder duellieren in der Duelliererei,  

 

Ungeduldig tippt mein Fuß,

die Augen wandern schon konfus,

gut, dass ich nicht stampf,

denn ich hab den Blues,

und längst 'nen Wadenkrampf,

 

Hört doch auf, so haltet ein!,

Es kann doch so verkopft nicht,

richtig wichtig, nur nichtig sein,

hilflos Grinsen Bahn sich bricht,

in die Züge im Gesicht,

höflich höfisch halt' ich dicht,

Lauschen ist hier heilig' Pflicht,

nein, bitte nicht ewiglich!



(21.11.2019)



Eigene Erfahrung...Wenn man sich fortbildet, studiert oder ähnliche Dinge, begegnen einem immer wieder
Situationen, in denen es total langweilig wird. Wenn im Anschluss an ein Referat die Protagonisten noch
sehr, sehr viel länger quatschen, sprechen, sinnieren und sich ergehen in ihren Schlauheiten. Nicht, dass
ich es nicht verstünde, verlockend ist es ja stets. Selten genug, dass von meiner Seite dieses Thema
adressiert wird, es ist nur ein Nebenthema meines Daseins. Nun gut, wem es gefällt, der mag es liken oder
verschmähen. LG an alle.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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