Karl-Konrad Knooshood

Das Schweinesystem

 

Das System ist immer eins der "Schweine",

und die Revoluzzer immer links und lieb,

sie sind gemeinsam, steh'n alleine,

der Kapitalismus der böse Seitenhieb Seelendieb,

er ist Unterdrückung stets – und unsozial,

ein Wettbewerb so harsch, arschbrutal,

und drohendes Fanal, quasifaschistisch,

ein mieser Scheißhund, total destruktivistisch,

 

Es sind immer einzelne Wirtschaftsbosse,

es sind Bonzen im Benz und Zobel,

der einfache Arbeiter der Genosse,

sein Sklavendasein so schrecklich, nobel,

sein Charakter, ausgebeutet generell,

fleißig, demütig sein Naturell,

- drum ist er vor Willkür stets zu schützen,

wenn für ihn rauchend' Studiköpfe schwitzen,

 

Die Theoretiker aus feinem Hause,

jene Damen, Herrn vom Edel-Stalle,

hocken diskutierend in der Klause,

tappen dialektisch und in Logikfalle,

da selbstherrlich wie Herren sprechen,

denen Lanzen seien zu brechen,

die sonst unterliegen stellvertretend rächen,

doch der Plan hat seine Schwächen…,

 

Bemerken sie ihr Patronisieren,

ihr Gängelband, das halten sie,

für den Geist von Pionieren,

und die große Empathie,

für die Objekte der Begierde,

dienend ihnen doch als Zierde,

für ihr Streben nach "Gerechtigkeit",

hat es was von Schlechtigkeit,

 

"Das Volk", nein, "das Proletariat", "die Armen",

sollen die Herrscher bitte sein,

posten sie aus dem Komfortabel-Warmen,

Soja-Latte to go, i-Phone, Mecki-Fraß hinein,

Sie drehen an Schrauben nicht, aber an Ideen,

an Maschinen müssen sie nicht stehen,

oh, halten sich für Orchideen,

beim Schuften trotzdem nie zu sehen,

 

Wer weiß noch, was es bedeutet,

wem ist nicht wohl bei seiner Tätigkeit?,

Fühlt sich jeder "Proletarier" ausgebeutet,

und leidet drum in Stetigkeit?,

Es soll Dirnen geben, die fühlen sich frei,

die brauchen keine weltfremde Intellektuellennarretei,

Es soll Kerle geben, die für Arschficks leben,

und solche, die im Job nicht nach den Sternen streben,

 

Wer bedarf noch der ranzigen Ideale,

wer fällt noch auf den Sozialismus-Sermon rein?,

falsche Zeit für Umsturzrandale,

lasst es einfach gut nun sein…,

 

Jedes Jahr hat seine Zeit, alles ist von Kürze,

"vita brevis (est)", drum keine alberne Verschwendung,

man leihe ihm die scharfe Würze,

sie heißt nicht: Ideologie & Verblendung!,

 

Lasst ruh'n das Aufstandstum,

die Gabeln, Messer, Äxte,

vergänglich ist auch destruktiver Ruhm,

ein Jeder ist JEDEM der edle Nächste…


(27.11.2019)



Es ist ein wandelndes Klischee, was immer gesagt wird.
Das Staatssystem, selbst die sauberste Demokratie, die wirklich funktioniert, wird, insbesondere von linken
Kräften aller Couleur gern als "Schweinesystem" abgeurteilt, die Klischeebegriffe werden von mir hier ein
wenig parodiert, wenngleich nicht auf die deutliche Weise, die möglich wäre. Es gibt "Bonzen" im "Benz"
und "böse Banken" und all das. Das eine oder andere wird hier erwähnt.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Karl-Konrad Knooshood).
Der Beitrag wurde von Karl-Konrad Knooshood auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.12.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Das Licht in mir: Die Geschichte meines Überlebens von Eva Maria Thevessen



Nach zwölfjähriger Erkrankung der linken Brust, welche seit der Schwangerschaft ein blutiges Sekret absonderte, durfte das Geschenk der Heilung an Körper, Geist und Seele durch die Verbindung mit der Urkraft gelingen.
Das Bewusstsein über diesen steinigen Weg führte zu Licht und Liebe in ihr.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Allgemein" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Karl-Konrad Knooshood

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Schreibtischtäter von Karl-Konrad Knooshood (Politik)
Heute ist Sonntag von Norbert Wittke (Allgemein)
Neugeboren..... von Gabriela Erber (Das Leben)