Ingo R. Hesse

Von Fegern und vom Blasen

So friedlich dreut die Weihnachtszeit,

Und ich mach‘ mich hier schon bereit.

Denn wenn es dann mal endlich schneit,

Macht sich in mir auch Frieden breit.

 

Das Wetter wird schon winterlich,

Der Herbst ließ Blattwerk hinter sich,

Die Vögelein verziehen sich,

Und lassen mich hier wohl im Stich.

 

Jetzt nick‘ ich ein vorm Monitor,

Und süß erklingt ein Engels-Chor.

Doch just bevor ich mich verlor,

Dringt laut Gebrause in mein Ohr.

 

Die Engel flieh‘n ins Himmelreich,

So etwa fünf auf einen Streich,

Worauf ich mich zum Fenster schleich‘,

Und schaue auf des Bläsers Reich.

 

Dort geht laut blasend dieser Mann,

Der mit dem Bläser blasen kann.

Jetzt hält er an dem Bordstein an,

Und bläst ein altes Auto an.

 

Die Blättlein stiebt nun in die Lüfte,

Der Bläser lässig aus Hüfte.

Ganz ohne dass er vorher prüfte

Ob er dort wirklich blasen dürfte.

 

Nicht sehr weit fliegen nasse Blätter,

Drum wäre wohl bei nassem Wetter,

Ein breiter Rechen hier der Retter.

Und außerdem kläng‘ es wohl netter.

 

Statt Muskelkater Zweitakt-Gas,

Auf Teer, auf Pflaster und auf Gras.

Vielleicht macht das ja wirklich Spaß.

Wobei der Bläser eins vergaß.

 

Zweitakt-Dunst macht schwarze Lungen,

Bei alten Menschen und bei jungen.

Zu mir ist nur der Krach gedrungen.

Für ihn wird früh ein Chor gesungen.

 

Drum prüfe nicht erst zum Advent,

Ob irgendwo ein Nachbar pennt

Der Dich den blöden Bläser nennt,

Weil er Dich nur laut blasend kennt!

 

;-)

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