Heinz-Walter Hoetter

Die alte Linde

 

 

 

Vor meinem Elternhaus stand eine alte Linde.

Ich ritzte mal ein kleines Herz in ihre Rinde.

 

Auch saßen wir oft in ihrem kühlen Schatten.

Unter der Linde, wo wir so viele Träume hatten.

 

Im Sommer, da legten wir uns in das tiefe Gras.

Auch ich lag da, wo ich dann alle Zeit vergaß.

 

Die alte Linde, sie könnte bestimmt so viel erzählen.

Welche Geschichte würde ich wohl von ihr wählen?

 

Eine Geschichte von Kummer, Freude und Schmerz?

Nein, wir waren sorgenfrei, nur dafür lebte mein Herz.

 

Und wenn im Herbstwind der Linde Blätter rauschten,

wir unter der Linde saßen und Zärtlichkeiten tauschten.

 

Hoch droben in luftiger Höhe die Vögel ihre Lieder sangen.

Mit der ersten Liebe wir uns auf rosa Wölkchen schwangen.

 

Irgendwann, da habe ich meine Heimat verlassen müssen.

Ich ging in die weite Welt hinaus, ließ aus der Ferne grüßen.

 

Ich vergaß mein Elternhaus, lebte in einem anderen Land.

Doch eines Tages ich ein Foto mit der alten Linde fand.

 

Mein Heimweh trieb mich dorthin, wo meine Jugendzeit war.

An jenem Tag stand ich dort am Ort, wo der Himmel so klar.

 

Aber die alte Linde, sie war weit und breit nicht mehr zu sehen.

Ich fühlte mit Schmerzen im Herzen, alles muss mal vergehen.

 

Aber in meinen Erinnerungen lebt die alte Linde für immer fort.

Wie schön war die Zeit, wo wir einst gelebt haben an diesem Ort.

 

Alles im Leben hat nun einmal seine Zeit, nichts kommt zurück.

Doch vergessen werde ich nie die alte Linde, dort war das Glück.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.12.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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