Karl-Konrad Knooshood

Mauer-Mythologie

Mythos Mauern (philosophische Überlegungen)

 

 

(Hohe) Mauern,

Bauwerke, hoch, stolz, dick, sicher,

gemacht zum Überdauern,

und zum Lauern,

wenn kleine Wanzen drauf Polka-Tango tanzen,

 

Mauern, zu schützen, zu verschanzen,

das Eigene zu wahren – oder zu sperren,

zu inhaftieren, stutzen, abgrenzen,

oder das Unheil, die Unbill zu wehren,

wehrhaft, kaum zu zerstören,

verteidigte Bollwerke, mit Zinnen und Sensen,

 

Nichts Böses, Falsches generell,

nicht allzu negativ,

nein positiv, nicht perspektiv,

als Zaun, Burg, Schloss, Kastell,

 

Sie trennen scharf, doch nicht umsonst,

man kann sie ja erklettern,

na, nun hört schon auf, in grüner* Einheitsfront,                                                            

pauschal sie abzuschmettern!,

 

Sie sind sinnvoll und oft nötig,

denn sie sind Barrieren,

überwinden schwer – und wenn, dann tödlich,

endet es in Verderben & Zerstören…





(16.10.2018)



Mauern sind nicht gleich Mauern. Manche von ihnen schützen und retten, bewahren das, was gut ist - wie
das TETRA PAK die Milch (und andere Produkte). Mauern können durchaus unüberwindbar sein (auch
wenn in heutigen Zeiten dummdreiste Propaganda anderes weismachen will) und an den richtigen Stellen
sinnvoll. Was wären unsre Gefängnisse ohne sie umgebende Mauern, die die Gefangenen (die ja eine
Strafe, eine Freiheitsstrafe erleben sollen) drinnen und die Außenwelt vor ihnen geschützt halten, aber
auch unerwünschte Besucher fernhalten.
Heutzutage wird ja gern die Berliner Mauer als ultimatives Beispiel für die ultimative Boshaftigkeit dieser
Bauwerke herangezogen. Insbesondere der absurde Vergleich bei der Mauerfalljubiläumsfeier (die am
selben Datum stattfand, an dem eben auch der Reichspogromnacht gedacht wirdwar wenig
geschmackvoll: Dort wurde ein Wink nach Israel gesendet, indem eine Zeitlang ein Bild der israelischen
Mauergrenzanlage zu den Palästinensern gezeigt wurde, und in hebräischer Schrift dort stand "Genug mit
der Besatzung" und ähnliche Seitenhiebe gegen Israel, die nahelegen sollten, dass eine Welt ohne
Mauern und Grenzen die beste sei. Traurig, traurig, dieser Eklat, ich schäme mich zutiefst, in diesem
immer noch unterschwellig antisemitischen Land zu leben! Israels Maueranlagen sind ein gutes Beispiel
dafür, wie NOTWENDIG Mauern sein können! Würden die Israelis die Mauer abbauen und ihre Grenzen
durchlässig und nicht-existent machen, würden die sie umgebenden islamischen Völker einen
neuerlichen Holocaust veranstalten, sie würden Israel vernichten, denn das haben sie immer wieder
vollmundig angekündigt, in diesen Vernichtungsphantasien ergehen sie sich. Die Hamas hat den
Vernichtungsplan in ihrer Satzung stehen. Mauern können nötig sein.

Die Römer schützten sich damals mit einer Mauer (das Wort Mauer geht auf das lateinische "murus"
zurück, womit eine Steinmauer/eine aus Lehm gemeint ist, ein Baukonzept, das die germanischen und
keltischen Völker nicht kannten und von den Römern übernahmen und somit auch als Wort) die sie
"Limes" nannten. Daher kommt das wunderschöne englische Wort "limit", was für "Grenze"/"Höchstwert"
und weitere "Mauern" steht, metaphorische wie physische. "Kenn dein Limit" heißt der Werbespruch eine
Anti-Drogen-Anti-Alkohol-Kampagne - und schließlich hat alles sein Limit, seine Grenzen, Mauern, selbst
die noch so große Toleranz. Wie gesagt: Würden sämtliche Mauern abgebaut, könnte es in vielen
Erdteilen schwierig werden. Was ist mit der Mauer zwischen Nord- und Südkorea (bzw. der Grenzanlage)?
Auch TRUMPs geplante Mauer zu Mexiko ist ein sinnvolles geplantes Bauwerk, das die vielen Millionen
illegal ins Land strömenden Mexikaner aufhalten soll. Wie der Potus an anderer Stelle auch betonte: Die
USA sind weiterhin frei - für die, die LEGAL ins Land kommen und dort Arbeit finden und leben (wollen).
Und wenn man außen keine Grenzen kennt, muss man innen Grenzen, Mauern und Sperrwerke bauen
(siehe Merkelpoller, siehe hermetisch abgeriegelte Behördengebäude oder andere wichtige Anlagen. Der
größte ironische Aberwitz ist jedoch unsre eigene Regierung: Sie lässt einen großen Graben und
Abwehranlagen um den Bundestag bauen - womöglich, um sich vor ihrem eigenen Volk zu schützen, falls
dieses langsam sauer und unzufrieden wird und Aufstände drohen.
Die Chinesische Mauer, eines der imposantesten Bauwerke der Menschheit, wurde gebaut, um das große
chinesische Land vor Räubern und Barbaren zu schützen, eine Zeitlang funktionierte dies wohl sogar.
Was die Berliner Mauer betrifft, die uns immer wieder vorgehalten wird: Sie diente eben NICHT dem
gewöhnlichen Zweck, Feinde und Bedrohungen FERNZUHALTEN, sondern, die eigene, unzufriedene weil
unterdrückte Bevölkerung DRINNEN zu halten! "Gelernten DDR-Bürgern" fällt diese Schwäche des
Vergleichs auf.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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