Loreen Xibalba

Für Denise

 

Für Denise
 

 

Du kletterst flink auf Wandregale.

Du schwenkst zwei Fähnlein hin und her.

Wenn ich aus Licht dein Bild mir male,

dann fällt mir doch der Abschied schwer.

 

Meist sah ich von dir bloß zwei Augen,

zwei Augen überm Monitor.

Mir mochte das nicht immer taugen,

wenn ich dich aus dem Blick verlor.

 

Dann stand ich auf und sah herüber,

ich sprach und sah zu dir herab.

Jetzt ist die kurze Zeit vorüber,

jetzt bist du weg – samt Zauberstab.

 

Du sangst wie eine Traumprinzessin,

du schwenktest heiter deinen Arm.

Dein Stimmchen werd‘ ich gern vergessen,

doch hält mich wohl dein Bildchen warm.

 

Ein Zimmer voller Zimmerpflanzen,

dein blondbrünetter Wuschelkopf –

das flocht sich doch (im großen Ganzen)

zu einem wohl geback'nen Zopf.

 

Bist du erst mal im Allgäu heimisch,

dann schau ich mal bei dir vorbei.

Ich sehe schon – jetzt schaust du skeptisch,

doch glaube mir: Ich bin so frei.

 

Ich schulde dir noch ‘nen Gefallen,

drum schenk‘ ich dir dies eine Blatt.

Ich schenk's nur dir, drum zeig’s nicht allen -

doch streich es hin und wieder glatt.


 

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Weil ich das Verschwenderische des Lebens begriffen habe, die Extreme erkannte und über den Weg von einem zum anderen nachzudenken anfing, weil ich verstand wie elend es ist, wußte ich auch, wie schön es ist und weil ich erkannte, wie ernst es auch ist wußte ich auch wie fröhlich es ist.

Und weil ich begriff wie lang und wie kurz der Weg zwischen beiden ist, nahm ich ihn auch wahr und so ist mir heute jeder Schritt es wert eingehalten zu werden, weil hinter jedem Ereignis sich ein anderes verbirgt und sichtbar wird.

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